Entwicklungsplan für NÖ Erwachsenenbildung

Prokop: Beitrag zur Lebensbewältigung

St.Pölten (NLK) - Es gibt in Niederösterreich 836 Einrichtungen der Erwachsenenbildung, die in 571 Gemeinden jährlich 31.761 Veranstaltungen mit 1,36 Millionen Teilnehmern auf die Beine stellen, dazu noch 480 Büchereien mit 181.680 Benutzern und fast 2,5 Millionen Entlehnungen. Gleichzeitig zeigt sich aber, daß das Weiterbildungsangebot vor allem von den bereits gut Ausgebildeten genützt wird und zu wenig von jenen, die es am dringendsten brauchen. Nicht zuletzt deshalb wird die morgen zu Ende gehende Aktionswoche für die Erwachsenenbildung durchgeführt, in Niederösterreich mit rund 30 Veranstaltungen. Das F.E.N. (Forum Erwachsenenbildung Niederösterreich), seit 1997 ein freiwilliger Zusammenschluß von Erwachsenenbildungseinrichtungen, hat nunmehr einen "Entwicklungsplan 1999 bis 2003" erarbeitet, der heute im NÖ Landhaus von Bundesministerin Elisabeth Gehrer, Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop und dem F.E.N.-Vorsitzenden Mag. Josef Freystetter vorgestellt wurde. Gleichzeitig wurde das neugegründete Österreichische Institut für Erwachsenenbildung in St.Pölten eröffnet. Aufgabe ist die praxisorientierte Forschung im Bereich der Erwachsenenbildung, Träger sind der Ring Österreichischer Bildungswerke, das Österreichische Forum katholischer Erwachsenenbildung und die NÖ Landesakademie.

Unterrichtsministerin Gehrer verwies darauf, daß in Österreich jährlich 31 Milliarden Schilling für die berufliche Weiterbildung ausgegeben werden. Erstmals werde mit der Steuerreform ab 1. Jänner 2000 Investitionen in die Weiterbildung absetzbar, das sei ein "echter Quantensprung". Es sei notwendig, die Menschen noch mehr für die Weiterbildung zu sensibilisieren und zu motivieren. Landeshauptmannstellvertreterin Prokop meinte, neben der beruflichen dürfe auch die allgemeine Erwachsenenbildung, etwa im kulturellen oder im kreativen Bereich, nicht vernachlässigt werden, sie sei ein bedeutender Beitrag zur Lebensbewältigung. Das Land werde demnächst den Erwachsenenbildnern im Rahmen der "Lehrerbörse" fünf Junglehrer zur Verfügung stellen, auch im Rahmen des Nationalen Beschäftigungspaktes sehe sie Möglichkeiten für Hilfestellungen.

Der Entwicklungsplan des F.E.N. sieht unter anderem eine noch konzentriertere Zusammenarbeit zwischen den Erwachsenenbildungsorganisationen, den Büchereien, den Schulen und der Dorferneuerung vor. Weiters soll ein Qualitätsgütesiegel geschaffen werden.

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