Pferde und Schweine nahmen zu, Rinder, Hühner und Schafe ab

Veterinärbericht 1998: Mehr Großbetriebe

St.Pölten (NLK) - In Niederösterreich geben derzeit viele Kleinbetriebe die Haltung von Nutztieren aus Kostengründen auf, hält der vor kurzem erschienene Veterinär-Jahresbericht 1998 des Amtes der NÖ Landesregierung, Abteilung LF5, fest. Auch der Generationenwechsel der Landwirte zeigt seine Auswirkungen. Der Trend, Großbetriebe noch zu vergrößern, geht weiter. Speziell die Jungbauern sind, was die Fütterung betrifft, gut ausgebildet. Zunehmend werden über Computerprogramme Futterrationen selbst bestimmt. Kostenintensive Investitionen, die oft auch mit Fremdkapital finanziert werden, verleiten die Landwirte jedoch immer wieder zu einer Erhöhung der Besatzdichte, dabei wird aber der Fehler gemacht, daß durch neu zugekaufte Tiere gesundheitliche Probleme im gesamten Bestand nicht immer vermieden werden konnten. Im allgemeinen sind die gesundheitlichen und hygienischen Verhältnisse in den landwirtschaftlichen Betrieben jedoch zufriedenstellend, obwohl die gesteigerten Leistungsanforderungen an die Tiere nur durch optimale Bedingungen bei der Haltung und Fütterung wettgemacht werden können. Die Aufklärung durch Tierärzte und die Beratungsdienste der Interessenvertretungen der Bauern lassen weitere Verbesserungen in der Tierhaltung erwarten.

In Niederösterreich verzeichnete man 1998 17.728 Pferde (+ 5,76 Prozent), 1,107.009 Schweine (+ 4,61 Prozent), 12.149 Ziegen (+ 7,62 Prozent) und 12.070 Gänse (+ 30,74 Prozent). Die Rinder nahmen auf 506.720 Stück (- 8,23 Prozent) ab. Die weiteren Zahlen: 58.243 Schafe (- 5,55 Prozent), 4,380.661 Hühner (- 4,06 Prozent), 22.819 Enten (-3,59 Prozent), 156.391 Truthühner (- 9,18 Prozent) und 57.780 Bienenvölker (- 16,95 Prozent).

1998 verendeten in Niederösterreich 38 Rinder an Rauschbrand, dagegen wurden keine Wutfälle festgestellt, was auf die orale Immunisierung der Füchse zurückzuführen ist. Auch im Vorjahr wurden Impfköder durch Abwurf aus einem Flugzeug in ausgewählten niederösterreichischen Revieren ausgelegt.

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