"Verschämter Antisemitismus wird unverschämt"

Presseerklärung zu Staberls Kommentar in der Kronen Zeitung vom 17. 9.99, Seite 4

Wien (OTS) - Dass die Kronen Zeitung immer wieder dazu neigt in ihrer Berichterstattung, sowie in der Auswahl der Kommentare und Leserlnnenbriefe, xenophobe, menschenverachtende und zynische Tendenzen zum Vorschein treten zu lassen, ist bedauerlicherweise bekannt.

In der Auseinandersetzung mit der Aufarbeitung der österreichischen Vergangenheit während der Präsidentschaft Kurt Waldheims mußten wir oftmals feststellen, dass die damalige Berichterstattung geneigt war, antisemitische Ressentiments zu erwecken.

Einen erneuten "Ausrutscher" im Spiel hetzerischer Emotionen lieferte "Staberl" in seiner Kolumne, vergangenen Sonntag. Wortreich beklagt er, wieviel Steuergeld von der Gemeinde Wien für das Gedenken an den Holocaust, für den Betrieb des Jüdischen Museums, das Jewish Welcome Service, u.a. ausgegeben wird und wie vergleichsweise wenig "unser" Stephansdom in "unserem" Österreich bekommt. Das Kommentar ist mit "Schande für Österreich" übertitelt. Sowie die zwei "echten Österreicher" Prinzhorn und Haider macht sich auch Staberl offenbar große Sorgen um "unser echtes" Österreich.

Dem Republikanischen Club hingegen bereitet die kontinuierliche Vergiftung des Klimas, das Schüren von Vorurteilen, das Hetzen gegen Minderheiten und das Schaffen von Sündenböcken "echte" Sorgen.

Der Republikanische Club -Neues Osterreich ist im Zuge der Waldheim Affäre entstanden und arbeitet seither gegen Antisemitismus, Verdrängung der Vergangenheit, Rechtspopulismus und Fremdenhaß.

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