Kanzler: "ÖGB hat wesentlichen Anteil am Erfolgsmodell Österreich"

Klima und Häupl besuchten Belegschaft des ÖGB-Verlags

Wien (ÖGB). Der Verlag des ÖGB und dessen Unternehmenstöchter im Medienpark Wien-Altmannsdorf standen heute im Zeichen des Besuchs von Bundeskanzler Viktor Klima und Wiens Bürgermeister Michael Häupl. Klima vor der Belegschaft: "Eure Betriebe haben einen Eigentümer, der aus meiner Sicht entscheidenden Anteil an und Verantwortung für das ‘Erfolgsmodell Österreich’ hat: Den Österreichischen Gewerkschaftsbund und seine Gewerkschaften." Wichtiger Bestandteil dieses Modells sei auch die Funktion des ÖGB in der Sozialpartnerschaft. Wenn jetzt "die radikale Wende" gefordert werde, so könne es nur eine Antwort darauf geben: "Wir lassen uns die Sozialpartnerschaft nicht zerschlagen!" ++++

Arbeitslosigkeit sichert keine Pensionen

Klima verwies nach einem Rundgang durch den Verlag des ÖGB, die letzte Großdruckerei Wiens "Elbemühl", den Medien-Dienstleister "Inovamedia" und das größte Auslieferungsunternehmen für Druckerzeugnisse in Wien "Printex" auf die in diesen Unternehmen gebotenen Leistungen wie "perfekte Beratung, Produktion und Vertrieb" sowie die Innovationen, die hier vorangetrieben werden; und: "Sie sind Musterbeispiele für vorbildliche Betriebsführung und das Miteinander zwischen Geschäftsführung und Belegschaft. Dieses System des solidarischen Miteinander ist es, was unser Land groß gemacht hat und die Basis für den sozialen Frieden ist. Es ist gleichzeitig die Voraussetzung für Vollbeschäftigung. Denn Arbeitslosigkeit sichert keine Pensionen".

Von der Schule in die Arbeitslosigkeit?

Klima, der auch eine 20-minütige Unterredung mit dem Wiener Bürgermeister hatte: "Dank gebührt auch der Gewerkschaftsbewegung, die mitgekämpft hat, dass für Jugendliche genügend Arbeitsplätze und Auffangplätze geschaffen werden. Die Alternative wäre: Von der Schule in die Arbeitslosigkeit".

Weninger: "...,dass nicht gegen die Beschäftigten regiert wird"

Der Aufsichtsratsvorsitzende des ÖGB-Verlags, ÖGB-Vizepräsident Günter Weninger, erinnerte, dass es derzeit Umstrukturierungsgespräche gibt: "Und ich möchte," - so Weninger an die Belegschaft - "wie ich hier stehe, ein Garant dafür sein, dass diese Betriebe und diese Arbeitsplätze gesichert sind. Genauso, wie der ÖGB und seine Gewerkschaften dafür stehen, dass nicht gegen die Beschäftigten regiert wird."

Verlagsgeneraldirektor Friedrich Löw in einem Begleitwort an die während des Besuches des Kanzlers und des Bürgermeisters spontan produzierte "1. Klima-Sonderzeitung des ÖGB-Verlags": "Der Kostendruck und der vergrößerte europäische Markt zwingt, althergebrachte Strukturen und Sichtweisen neu zu überdenken. Das Medienhaus Elbemühl hat diese Entwicklungen bereits vor geraumer Zeit nicht nur genau erkannt, sondern die nötigen Weichen in einen zukunftssicheren Weg gestellt. Durch geschicktes Ausnutzen der Betriebsressourcen und Reorganisation des Personalgefüges konnte ein Personalabbau nahezu vermieden werden. Eine Gliederung der starren Unternehmensstruktur in selbständig agierende kleinere Einheiten sichert die Zukunft dieser einzelnen Unternehmen und vor allem ihrer Arbeitnehmer. Laufende Weiter- und Ausbildung runden diese Maßnahmen ab.

Dadurch konnte das soziale Klima nicht nur gehalten, sondern noch gestärkt werden und bewirkt im Zusammenhang mit modernen Marketingstrategien den erfolgreichen Gesamtauftritt auf dem Markt. Ein schönes Gefühl, wirtschaftlichen Erfolg zu beweisen, ohne Härte zu zeigen." (Bac-)

ÖGB, 22. September 1999 Nr. 436

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