Lohnforderungen für die Papierindustrie

Auch Thomas Prinzhorn ist gefragt?

Wien (GdCh/ÖGB). Auch parallel zur großen Globallohnrunde wird verhandelt: Erstmals gehen Chemiegewerkschaft und GPA gemeinsam in eine Verhandlungsrunde mit der Papierindustrie, für die ein genauer Forderungskatalog erstellt wurde. Dieser sieht wie in der Vergangenheit keine konkreten, prozentuellen Lohnforderungen vor, vielmehr sollen nach Auffassung der Chemiegewerkschaft sowohl KV- wie auch IST-Löhne unter besonderer Berücksichtigung der niedrigen Einkommen abgehandelt werden.++++

Dazu der Verhandlungsführer der Chemiegewerkschaft, deren GF Vorsitzender Wilhelm Beck: "Wir legen unser Hauptaugenmerk auf die Arbeitnehmer mit niedrigen Einkommen, ohne jedoch die anderen außer Acht zu lassen. Wir sind um sozial ausgewogene Lohnerhöhungen bemüht! Unser Ziel ist wie immer eine - der guten Ertragslage der Papierindustrie entsprechende - Reallohnerhöhung durchzusetzen. Das heißt, einen Einkommenszuwachs der über der Inflationsrate liegt und die ständig steigende Produktivität berücksichtigt."

Die diesjährigen Lohnverhandlungen weisen eine besondere Pikanterie auf, gilt doch der FPÖ-Spitzenkandidat für die kommende Nationalratswahl, Thomas Prinzhorn, als nicht ganz ohne Einfluss in der Papierindustrie. Dazu Wilhelm Beck: "Wir sind sehr gespannt darauf, ob Thomas Prinzhorn diesen - mittelbar oder unmittelbar - bei den bevorstehenden Verhandlungen geltend macht, und den Arbeitnehmern in der Papierindustrie - auch in seinen Betrieben - die von ihm in der TV-Diskussion angesprochene soziale Gerechtigkeit widerfahren lassen will!"

Die Forderungen der Gewerkschaften wurden mittlerweile der Arbeitgeber-Seite übermittelt, erster Verhandlungstermin ist der 6. Oktober 1999, weitere Termine sind geplant.

ÖGB, 21. September 1999 Nr. 435

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