Pereira nennt Bedingungen für Salzburg: Intendantenprinzip, neues Festspielhaus für Mozart

Vorausmeldung für NEWS 37/99 v. 23.9.99

Wien (OTS) - In die Mortier-Nachfolge kommt Bewegung: Alexander Pereira, gebürtiger Österreicher und Intendant der Zürcher Oper, nennt in der morgen erscheinenden Ausgabe des Wochenmagazins NEWS Bedingungen, unter denen er sich vorstellen könnte, das Amt zu übernehmen. Wie gemeldet, traf Pereira die Findungskommission am Dienstag der Vorwoche.

Pereira zu NEWS: "Richtig ist, daß ich mit der Findungskommission ein intensives Gespräch hart an der Sache geführt habe. Ich habe meine Vorstellungen auf den Tisch gelegt. Über ein solches Angebot ginge ich sicher nicht leichtfertig hinweg. Aber man müßte aushalten, daß ich erst, wenn alle Rahmenbedingungen stimmen, wirklich in mir spüre, was ich in Zukunft machen möchte."

Nicht einverstanden ist Pereira laut NEWS mit der Struktur der Festspielleitung, vor allem mit dem gleichberechtigten Kaufmännischen Direktor. Er bevorzugt das Intendantenprinzip: ich habe schon vor acht Jahren, als man mit mir zuerst über die Intendanz der Festspiele gesprochen hat, weitgehende Kompetenz gefordert. Sie können davon ausgehen, daß mich diese acht Jahre nicht wesentlich verändert haben.

Zweite Bedingung: Ein Haus für Mozart-Aufführungen. "Zu meinen Anforderungen zählt es auch, daß es mir nicht gleichgültig sein kann, an welchen Spielstätten die Festspiele im nächsten Jahrzehnt stattfinden. Es ist eine der Schwächen der Salzburger Festspiele, daß Mozart dort nicht ideal aufführbar ist. Mit dem Umbau des Kleinen Festspielhauses ist es nicht getan. Und für das Mozart-Jahr 2006 sehe ich eine Chance, die nicht so schnell wiederkommt."

Nicht bestätigen will Pereira in NEWS. daß er ein Dreierdirektorium mit Flimm und Harnocourt oder Weiser-Möst anstrebt. Er würde sie allerdings in jedem Fall nach Salzburg mitbringen.

Pereira weiter: Ein Festival solle sich der zahlreichen Theater-und Opern erinnern. die in den vergangenen 40 Jahren uraufgeführt und zu wenig nachgespielt worden seien. Alle zwei Jahre müßte man, wie in Zürich, auch in Salzburg eine Oper in Auftrag geben.

Pereira zuletzt über die Philharmoniker: "Sie sind nicht ein, sondern das Hauptorchester der Festspiele. Salzburg ist ohne Philharmoniker nicht vorstellbar."

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