- 22.09.1999, 12:09:12
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Blochberger: Prinzhorn versteht von Agrarpolitik Nullkommajosef
Ahnungslosigkeit ist nicht mehr zu übertreffen
Niederösterreich, 22.9.1999 (NÖI) "Wenn Thomas Prinzhorn von
Wirtschaftspolitik so viel versteht wie von der Agrarpolitik, dann
gute Nacht Österreich. Seine Ahnungslosigkeit im Bereich
Landwirtschaft ist nicht mehr zu überbieten, das war Grossmutters
Märchenstunde", stellte heute Agrarlandesrat Franz Blochberger zu
den Äusserungen des freiheitlichen Spitzenkandidaten von Haiders
Gnaden in der gestrigen TV-Konfrontation mit VP-Vizekanzler
Wolfgang Schüssel fest. Es entspreche keineswegs den Tatsachen,
daß die EU-Agrarpolitik nur für Große gemacht werde, denn
Unterstützungen aus Brüssel kommen vor allem den kleineren
bäuerlichen Familienbetrieben zugute.****
Seit dem Beitritt Österreichs zur EU sei es deklariertes Ziel
der heimischen Agrarpolitik gewesen, den ländlichen Raum durch
regionale Strukturmaßnahmen wie Bergbauernförderung,
Umweltprogramm für die Landwirtschaft u.ä. zu stärken. Für
lediglich zwei Prozent der europäischen Agrarproduktion erhalten
die heimischen Bauern 10 Prozent der EU-Gesamtgelder. "Im übrigen
gibt es bei den Förderungen natürlich Obergrenzen, wie z. B. sechs
Hektar beim Bergbauern-Sockelbetrag. Auch beim Milchkontingent
sind die kleinen Bauern bevorzugt worden. Das heißt, die wirklich
Großen erhalten nichts oder weit weniger als kleinere Betriebe,
womit die Kleinen geschützt sind. Es ist auch nicht wahr, daß die
Schweinemäster Millionen kriegen, denn kein Schweinebauer hat von
der EU Direktsubventionen erhalten. Es klingt mehr als zynisch,
wenn sich ein Multimillionär und Großkapitalist zum Anwalt des
kleinen Mannes machen möchte", erklärte Blochberger.
Wahlversprechen a la Prinzhorn seien im Übrigen nicht
finanzierbar, egal ob es sich um den Schwindel
Kinderbetreuungsscheck handelt oder die sogenannte Flat-Tax.
"Prinzhorns Märchen würden Österreich in kürzester Zeit in den
Bankrott führen. Aber möglicherweise könnten vorher noch einige
Reiche wie Prinzhorn ihre Milliardenprofite in Sicherheit
bringen", übte Blochberger heftige Kritik an Prinzhorn.
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