ots Ad hoc-Service: Gigabell AG <DE0006251705> Teil 1

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Halbjahresbilanz:

Nach erfolgreichen 1. Halbjahr senkt Gigabell die Prognosen für das Geschäftsjahr 1999

- Erfolgreicher Geschäftsverlauf im 1. Halbjahr 1999

- Umsatz wächst im Kerngeschäft Internet-Zugang um 53,2 Prozent

- Erfolgreiche Marketingoffensive: täglich bis zu 600 neue Privatkunden; z.Zt. 42.000 Bestandskunden, davon 16.000 Neukunden seit Juli 1999

- Verringerung des geplanten Gesamtumsatz für 1999 um 26 Prozent auf 30 Mio. DM

- Jahresfehlbetrag steigt auf 18 Mio. DM zugunsten verstärkter Zukunftsinvestitionen

Frankfurt am Main, 20. September 1999 -

1. Halbjahr 1999 im Ganzen im Plan

Die Gigabell-Gruppe (Frankfurt am Main), einer der Top-Ten-Internet-Provider in Deutschland, erzielte im ersten Halbjahr 1999 einen konsolidierten Umsatz von 9,60 Mio. DM (9,58 Mio. DM 1. Halbjahr 1998). Dies entspricht im Ganzen den Planungen des Unternehmens, das sich auf die drei Geschäftsbereiche Internet-Zugang, E-Commerce und Telefonie konzentriert.

"Betrachten wir allein unser Kerngeschäft Internet-Zugang, haben wir unseren Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum 1998 um 53,2 Prozent bzw. 3,282 Mio. DM gesteigert", berichtete Daniel David, Vorsitzender des Vorstands von Gigabell. "So enthielt unsere Bilanz für das 1. Halbjahr 1998 - wie bei der Vorstellung der Bilanzzahlen für 1998 im Mai berichtet - außerordentliche Umsätze aus dem einmaligen Verkauf von Hardware und Netzwerktechnologie, die wir seinerzeit im Zuge der Ausstattung unserer Vertriebspartner erzielten."

Die Umsätze aus den privaten Internet-Zugangsdiensten wuchsen im 1. Halbjahr 1999 von 0,766 Mio. DM auf 3,595 Mio. DM. Zugleich steigerte Gigabell den Umsatz mit Internetzugangsdiensten für Geschäftskunden um 6,6 Prozent auf 5,864 Mio. DM. Im gleichen Zeitraum wuchs der Umsatzanteil des Geschäftsfelds E-Commerce & Content von 1,2 Prozent auf 1,6 Prozent. Das jüngste Geschäft Internet-by-Call wird erst im 2. Halbjahr 1999 zum Umsatz der Gigabell-Gruppe beitragen.

Die spanische Tochtergesellschaft Gigabell Iberica S.L. (Madrid) steuerte zum Halbjahresumsatz der Gruppe 174 TDM (1,8 % vom Gruppenumsatz) und die britische Tochter Gigabell U.K. Ltd. (London) 431 TDM (4,5 % vom Gruppenumsatz) bei. Der Fehlbetrag der Gigabell Gruppe zum 30. Juni 1999 beträgt 4,598 Mio. DM gegenüber dem ausgewiesenem Halbjahresgewinn 1998 in Höhe von 137 TDM. Korrigiert um die bis Ende 2. Quartal aufgelaufenen Kosten des Börsengangs in Höhe von ca. 1,2 Mio. DM , die im 3. Quartal von den Rücklagen abzuziehen sind, weicht Gigabell vom Plan-Verlust bis 30. Juni 1999 in Höhe von 2,5 Mio. DM um 900 TDM ab.

Marketingoffensive: Bis zu 600 Neuanmeldungen am Tag

Beflügelt durch die erfolgreiche Werbeoffensive in Presse, Funk und Fernsehen entwickeln sich die aus den Komponenten Internetzugang und Telefonie bestehenden Internet-by-Call Dienste CALL.OKAY.NET und MY.OKAY.NET sehr gut. Zur Zeit beläuft sich der private Bestandskundenstamm auf 42.000, von denen 16.000 Kunden seit Juli geworben wurden. Im Zuge der starken Nachfrage - von bis zu 600 Neuanmeldungen pro Tag - wird das ursprünglich bis Jahresende 1999 angestrebte Ziel von 78.000 weiteren privaten Bestandskunden, aufgrund von Erfahrungswissen der vergangenen vier Wochen, bei geringerer als der geplanten Nutzung erreicht. Obgleich die Entwicklung der neuen privaten Internet-Zugangsprodukte vielversprechend ist, macht die geringer als erwartete Nutzung die Rücknahme des Umsatzwachstumsziels erforderlich. Der durch den Rückgang von OKAY.NET verursachte Fehlbetrag wird voraussichtlich nicht über die Umsätze mit Neuprodukten überkompensiert.

Insgesamt verläuft das Geschäftskundengeschäft im dritten Quartal verhalten. Trotz des Erfolges von G-Line und G-Net wird es voraussichtlich nicht möglich sein mit diesen neuen Produkten die aufgrund der erhöhten Wettbewerbsintensität reduzierten Planumsätze für andere Geschäftskunden-Produkte überzukompensieren. Weiteres Wachstum im Bereich Ge- schäftskunden erwartet Gigabell durch eine Verstärkung des Vertriebs der klassischen Internet-Zugangsprodukte im Bereich Key-Account-Management.

Virtual Internet Service Provider (VISP) erfolgreich lanciert

VISP ist eine im September eingeführtes System, das sich an Telefon-Provider und an Unternehmen richtet, die ihre Kunden enger an sich binden wollen. Es versetzt diese Business-Kunden in die Lage ohne spezifische Vorkenntnisse als kompletter Online-Dienst oder als Internet Service-Provider am Markt aufzutreten. Die komplette Infrastruktur und den Service liefert Gigabell. Mit diesem System ist es möglich, Kunden innerhalb kürzester Zeit eine komplette Plattform bereitzustellen. Alle Dienste - wie Internetzugang, Mail, Webspace, Support usw. - sind dabei maßgeschneidert konfigurierbar und skalierbar. Gigabell hat diese seit September 1999 bestehende Plattform bereits bei drei Kunden installiert. Über VISP werden Gigabell bis Ende 1999 indirekt mehrere tausend bislang nicht geplante User zugeführt.

Telekom verzögert Inbetriebnahme des eigenen Telefon-Netzwerk

Im Geschäftsfeld Telefonie verzögert die Deutsche Telekom den Start von Telefondienstleistungen. Daher bindet Gigabell bis zur kommerziellen Inbetriebnahme des eigenen Telefon- netzes, im Januar 2000 die Dienste von Star Telecom in seine Internet-by-Call Produkte ein und stellt dafür zusätzliche Mittel bereit. Ursprünglich sollte die Freischaltung des Gigabell-Telefonnetzes im dritten Quartal erfolgen. So ordnete die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post am 24. Juni die Zusammenschaltung der Netze von Gigabell und der Deutschen Telekom bis zum 24. September an.

Gigabell wird den kommerziellen Betrieb seines eigenen Telefonnetzes im Januar 2000 aufnehmen, nachdem die Deutsche Telekom - wie mit dem Unternehmen vereinbart - ausreichend Zusammenschaltpunkte feigeschaltet hat. "Der Telekom ist es nicht gelungen, diese Verzögerung vor der Regulierungsbehörde zu rechtfertigen", sagte David. "Ursprünglich wollten wir unseren Kunden schon im 4. Quartal 1999 ein kommerziell nutzbares Telefonnetz bereitstellen und damit gute Umsätze und Gewinne erzielen."

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