8. Österreichisches Klimabündnistreffen in Baden

Sobotka: Landkarte Niederösterreichs zunehmend von Klimabündnisgemeinden bestimmt

Baden (NLK) - Beim 8. Österreichischen Klimabündnistreffen der 269 österreichischen Klimabündnisgemeinden heute in Baden sagte Umweltlandesrat Mag. Wolfgang Sobotka, die Landkarte Niederösterreichs werde zunehmend von Klimabündnisgemeinden bestimmt. Mit der erst am Vortag beigetretenen Weinviertler Gemeinde Prottes halte man nunmehr bei 79 Klimabündnisgemeinden. Klimaschutz vermittle der Umweltpolitik eine bisher nie dagewesene Breite, trage einer umfassenden Umweltprogrammatik Rechnung und vermittle Betroffenheit in Bezug auf die Vernetztheit zwischen globalem Denken und lokalem Handeln. Als niederösterreichische Schwerpunkte bezeichnete Sobotka die Forcierung der Biomasse auch in Richtung anwendungsorientierter Forschung, die Schaffung eines Holzclusters und eine strikte Antiatompolitik gegenüber den Nachbarländern.

Umweltminister Dr. Martin Bartenstein bezeichnete in diesem Zusammenhang als Hauptpunkte eines von der nächsten Bundesregierung zu schnürenden Kyoto-Maßnahmenpaketes die thermische Gebäudesanierung und den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energieträger. Österreich müsse seine CO2-Equivalente um 16 Millionen Tonnen reduzieren. Im internationalen Kontext bringe die Einführung des 6-Liter-Autos per 2008 eine 25prozentige Verbrauchsreduktion. Zu warnen sei vor einer Wiederauferstehung der Atomenergie, wie Signale etwa aus Japan vermuten ließen.

Als Vorbilder für eine "zweite Halbzeit der Qualität" zum Klimabündniseckdatum 2010 wurden im Anschluss von Bartenstein und Sobotka aus dem Kreis der österreichischen Klimabündnisgemeinden nach den Kriterien Innovationseffekte, Vorbildwirkung und Grad der abgedeckten Maßnahmen 18 Gemeinden ausgezeichnet. Bei den Gemeinden bis 5.000 Einwohnern gingen Hauptpreise an Zwischenwasser und Mäder (Vorarlberg) sowie Sonderpreise an Langenenegg (Vorarlberg) und Wies (Steiermark). Bei den Gemeinden zwischen 5.000 und 15.000 Einwohnern erhielten Weiz, Gleisdorf (Steiermark), Rankweil (Vorarlberg), Schwaz (Tirol) und Bruck a.d. Leitha Hauptpreise, während die Sonderpreise an Hörbranz und Ludesch (Vorarlberg) sowie Irdning und Judenburg (Steiermark) gingen. Bei den Gemeinden von 15.000 bis 60.000 Einwohnern erhielt Villach den Haupt- und Baden den Sonderpreis. In der Kategorie Städte über 60.000 Einwohner und Bundesländer ging der Hauptpreis an Linz und Sonderpreise an Klagenfurt und das Land Oberösterreich.

(Schluss)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK