Liberale fordern Kinderhauskrankenpflege

Pölzlbauer, Bolena: Durch Betreuung zu Hause können Kosten im Gesundheitsbereich gesenkt werden!

Wien (OTS) Im Rahmen eines Pressegepräches stellten heute Christa Pölzlbauer, Nationalratskandidatin des Liberalen Forums, und Alexandra Bolena, Gesundheitssprecherin der Wiener Liberalen, ein neues Pflegemodell für kranke Kinder vor. "Anders als ‚Kinderkrankenpflege daheim', die ausschließlich Betreuung im Sinne von Beaufsichtigung anbietet, bedeutet Kinderhauskrankenpflege weitaus mehr. Kinderhauskrankenpflege ist ein spitalsersetzendes Angebot mit medizinischer Pflege und Betreuung, die nur von diplomiertem Pflegepersonal durchgeführt werden darf", erklärte Bolena.

"Durchschnittlich 20 Prozent aller Kinder, die in einem Spital betreut werden, könnten bei Sicherstellung der medizinischen und pflegerischen Versorgung auch zu Hause betreut werden. Beispiele aus dem In- und Ausland belegen eindrucksvoll den Erfolg von Kinderhauskrankenpflege", so Bolena. Durch entsprechende Versorgung zu Hause werde nicht nur Kindern und Eltern ein belastender Spitalsaufenthalt erspart, auch die Dauer des Genesungsprozesses werde dadurch um rund ein Drittel verkürzt. "Gleichzeitig werden die Ausgaben der öffentlichen Hand für Spitalsaufenthalte deutlich reduziert. Während nämlich ein Patientenbett in einem Wiener Spital durchschnittlich rund 7000,- Schilling pro Tag kostet, belaufen sich die Kosten einer Hauskrankenpflege für Kinder und Jugendliche bei sechs Besuchen täglich auf 3000,- Schilling pro Tag", erläuterte die liberale Gemeinderätin.

Während in Großbritannien und Deutschland Kinderhauskrankenpflege bereits seit Jahrzehnten zur medizinischen Grundversorgung gehört, gibt es in Österreich bisher nur vereinzelte Initiativen in diese Richtung.
Auch in Wien ist die Situation unbefriedigend. Deshalb haben die Liberalen einen entsprechenden Antrag an den zuständigen Stadtrat Rieder gerichtet. Vorläufig wurde von Seiten des Stadtrates jedoch nur eine erste Prüfung des Bedarfs zugesagt.

"Dass es in Österreich und im Speziellen in Wien nur vereinzelte Initiativen im Bereich Kinderhauskrankenpflege gibt, ist symptomatisch für das österreichische Gesundheitswesen. Zwar bekunden alle ihren guten Willen, es passiert aber nichts, weil niemand die Verantwortung übernehmen will", kritisierte Pölzlbauer. "Was in Österreich - trotz guter Ansätze und einzelner Initiativen -ganz offensichtlich fehlt, sind das politische Bewusstsein und der gemeinsame politische Wille, Initiativen im Bereich Kinderhauskrankenpflege zu forcieren und zu unterstützen", so die Nationalratskandidatin weiter.

Damit auch in Österreich Kinderhauskrankenpflege ein Bestandteil der medizinischen Grundversorgung wird, fordern die Liberalen eine stufenweise Etablierung von Kinderhauskrankenpflege.
"Länder und Gemeinden sind ebenso gefordert, ihre Verantwortung wahrzunehmen und Ressourcen bereitzustellen, wie auch der Bund gefordert ist, entsprechende Modelle mit den Sozialversicherungsträgern, den Spitalserhaltern und der Ärztekammer auszuhandeln", so Pölzlbauer abschließend.

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