LR Bauer: Bescheid gegen Kampf-Hunde bestätigt

St. Pölten, (SPI) – Der ablehnende Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt betreffend der Haltung und Züchtung von sogenannten "Dogo-Argentinos” in der Gemeinde Gutenstein wurde vergangene Woche von Landesrat Dr. Hannes Bauer bestätigt. Die Bezirkshauptmannschaft wird nun in den nächsten Tagen das Schriftstück zustellen. "Für die Landesregierung stellt sich im Zusammenhang mit diesem Fall einmal mehr die Frage nach
den Möglichkeiten des Gesetzgebers, auf mögliche Gefährdungspotentiale im Zusammenhang mit als gefährlich eingestuften Tieren reagieren zu können. Derzeit haben wir nämlich ausschließlich die Handhabe, im Sinne des "Tierschutzes” zu reagieren. Demgegenüber steht eine Entscheidung der Höchstgerichte, wonach die Haltung und Zucht bestimmter
Hunderassen – aus der Sicht einer eventuell vorhandenen Gefährdung der Öffentlichkeit - nicht generell verboten werden kann”, so eine Stellungnahme des zuständigen Landesrates Dr. Hannes Bauer.****

"Einmal mehr muss betont werden, dass es vor allem in der Verantwortung des Halters bzw. des Züchters liegt, natürlich vorhandene Aggressionspotentiale der Tiere durch Zucht zu
vermehren oder deren Vorhandensein im Zuge der Abrichtung in
irgend einer Form zu beeinflussen. Weiters muss auf
widersprechende Meinungen in der Bevölkerung betreffend der generellen Einschätzung von Gefährdungspotentialen bestimmter Rassen verwiesen werden, die ebenfalls eine einheitliche Vorgehensweise erschweren”, so Landesrat Bauer weiter. Weiters ist klarzustellen, dass eine hundertprozentige Sicherheit betreffend
des generellen Verhaltens von Tieren bzw. etwaiger Aggressionsausbrüche nicht gegeben werden kann. Was im einzelnen Tier schlummert, kann nicht generalisiert werden, ja durch noch so intensive Studien bestimmt werden.

"Daher gilt mein besonderer Appell an die Eltern und Kinder, die beispielsweise Hunden auf der Straße begegnen: Niemals fremde
Hunde zu streicheln bzw. dies zuzulassen. Man darf niemals vergessen, dass im Tier im Rahmen seiner Entwicklung Kräfte und Verhaltensweisen schlummern, die jeder Zeit zum Ausbruch kommen können. Die genetische Programmierung ist hinsichtlich der Verhaltensweisen nicht durchschaubar und daher sind auch die Reaktionen der Tiere auf bestimmte Reize oder Situationen, welchen die Tiere ausgesetzt sind, nicht bestimmbar. Tiere sind
zuallererst Lebewesen mit all ihren Geheimnissen – erst in zweiter Linie sind sie Partner des Menschen”, so Landesrat Dr. Hannes Bauer abschließend.
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