Bundesländer-Versicherung im ersten Halbjahr 1999

Wien (OTS) - Im 1. Halbjahr 1999 hat die Bundesländer-Versicherung AG ein Prämienvolumen von 6.757,2 Mio. Schilling erzielt und lag damit um 0,9 % über dem ersten Halbjahr des Vorjahres.

Das allgemein gute Ergebnis der Sparte Schaden- und Unfallversicherung wird von der unbefriedigenden Wettbewerbssituation im Kfz-Geschäft getrübt. Im Gegensatz dazu weisen die sonstigen Sachversicherungssparten eine Steigerung von 3,0 % auf 2.106,2 Mio. Schilling aus. Die Prämien in der Unfallversicherung stiegen um 0,2 % auf 246,5 Mio. Schilling. Unter Einrechnung der vom Preiskampf diktierten Entwicklung bei den Kfz-Versicherungen ergibt sich für die gesamte Schaden-Unfallversicherung ein Prämienrückgang um 1,0 % auf 3.795,6 Mio. Schilling.

Die Lebensversicherung konnte im ersten Halbjahr wieder an Dynamik gewinnen. Sorgten die sogenannten Salcherpolizzen bis Mai dieses Jahres letztmalig für eine hohe Zahl an abreifenden Verträgen, so haben die Erfolge im Neugeschäft - nicht zuletzt durch die Einführung eines attraktiv gestalteten Risikotarifs - dies mehr als kompensiert. Die verrechneten Prämien in der Lebensversicherung stiegen im ersten Halbjahr 1999 um 6,8% und erreichten ein Volumen von 1.457,4 Mio. Schilling.

Die verrechneten Prämien aus der Krankenversicherung stiegen um 0,4% auf 1.504,2 Mio. Schilling.

Die Schaden- und Leistungsauszahlungen nahmen im 1. Halbjahr um 14,1% auf insgesamt 5.356,1 Mio. Schilling zu. Dieser Anstieg entfällt einerseits auf eine Steigerung bei den Schaden- und Unfallversicherungssparten (+ 6,8% auf 2.124,6 Mio. Schilling) sowie der Lebensversicherung, wo sich die Leistungen vor allem aufgrund der zahlreichen abreifenden Salcherpolizzen um 38,2% auf 2.016,5 Mio. Schilling erhöht hat. Die inkludierten Gewinnanteile belaufen sich auf 510,8 Mio. Schilling. In der Krankenversicherung gingen die Leistungszahlungen hingegen um 2,3% auf 1.215,0 Mio. Schilling zurück.

Der gesamte Betriebsaufwand der BUNDESLÄNDER exklusive Provisionen ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 1998 mit einem Plus von 0,5% annähernd gleichgeblieben.

Die Kapitalanlagen der BUNDESLÄNDER beliefen sich per 30. 6. 1999 exklusive Depotforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft auf insgesamt 50,1 Mrd. Schilling gegenüber 49,1 Mrd. Schilling zum Vergleichsstichtag des Jahres 1998. Seit dem Bilanzstichtag 31. 12. 1998 sind die Kapitalanlagen um 1.415,5 Mio. Schilling angewachsen. Die Finanzerträge beliefen sich im ersten Halbjahr 1999 auf 1.578,4 Mio. Schilling, ein Minus von 7,1% gegenüber dem Vergleichszeitraum 1998.

Der im Frühjahr dieses Jahres aufgenommene Probebetrieb zur Kfz-Anmeldung und Ausgabe von Kfz-Kennzeichen in den Geschäftsstellen wurde erfolgreich abgeschlossen. Zwischen 20. September und 6. Dezember wird die private Kfz-Zulassung per Verordnung in ganz Österreich eingeführt. Der Konzern wird in insgesamt rund 120 Service Centern Zulassungsstellen einrichten. Dabei übernimmt die Versicherung nicht nur die Abwicklung der Zulassungen selbst, sondern die gesamte Palette an Dienstleistungen.

Für neue Verkaufsimpulse sorgt die Einführung eines gemeinsam von der Bundesländer-Versicherung AG und der Austria Schaden- und Unfallversicherung AG entwickelten Unfallversicherungs-Produktes, das sich mit 20% günstigeren Prämiensätzen vor allem an die Zielgruppe "Frauen" wendet. Die neue Unfallversicherung ist mit zusätzlichen Assistanceleistungen ausgestattet und ermöglicht den Abschluß einer verbesserten lebenslangen Unfallrente.

Im Mai 1999 beteiligte sich die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit 16,7% an der Tschechisch-Österreichischen Versicherung (Cesko-Rakouska Pojistovna/CRP), der zehntgrößten tschechischen Versicherung. Die verstärkte Kapitalausstattung wird unserer tschechischen Tochtergesellschaft CRP bei der ab Jänner 2000 vorgesehenen Liberalisierung der Kfz-Haftpflicht-Versicherung im nördlichen Nachbarland von Nutzen sein.

Am 17. September 1999 hat die Hauptversammlung der BUNDESLÄNDER beschlossen, das Unternehmen rückwirkend per 31. 12. 1998 mit der Muttergesellschaft BARC Versicherungs-Holding AG zu verschmelzen und in UNIQA Versicherungen AG umzubenennen (siehe heutige Presseaussendung zur Umgründung). Ebenso wurde beschlossen, die Kapitalstruktur durch das Herbeiführen einer einheitlichen Aktienkategorie zu bereinigen. Die bisherigen Vorzugsaktionäre verzichten auf den Dividendenvorzug und werden genauso zu Stammaktionären wie jene Partizipationsscheininhaber, die das Umtauschangebot annehmen (siehe heutige Presseaussendung zum Umtauschangebot).

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