Firlinger: Plant Finanzminister Anschlag auf anonyme Sparbücher?

Nach EUGH-Bescheid droht rückwirkende Aufhebung der anonymen Konten bis 1.1.94 möglicherweise schon im Spätherbst

Wien, 1999-09-17 (fpd) - Eine rückwirkende Aufhebung aller anonymen Konten und Sparbücher bis 1.1.94 erwartet der freiheitliche Abgeordnete Reinhard Firlinger nach einem entsprechenden Urteil des EUGH. Firlinger fordert daher neuerlich eine sofortige Verschärfung des Bankgeheimnis und übt Kritik an der Bundesregierung, die einen entsprechenden Antrag der Freiheitlichen bereits seit Jahren ohne Angabe von Gründen im Finanzausschuß regelrecht ‚verschimmeln‘ ließ. ****

Wie dringend eine Behandlung dieses leidigen Thema sei, zeigen auch die diesjährigen Herbstgespräche der Vermögensberater. Diese haben die Aufhebung der Anonymität sowie das löchrige Bankgeheimnis zum zentralen Thema ihrer Herbstgespräche gewählt. Firlinger hofft, daß dadurch endlich ein Ruck durch die Regierungsparteien gehen werde, damit endlich das Bankgeheimnis saniert werde.

Denn alle Warnungen der Freiheitlichen, daß das Ende der anonymen Sparbücher und Konten unmittelbar bevorstehe, möglicherweise noch im Spätherbst, wurde seitens der Bundesregierung schlichtweg ignoriert. Mehr noch, seitens diverser Koalitionspolitiker wurde alles unternommen, um diese leidige Thema unter den Teppich zu kehren. "Schließlich war seitens der Bundesregierung versprochen worden, daß die Anonymität auch nach dem österreichischen EU-Beitritt bestehen bleiben wird. Jetzt dürfte diese Lüge jedoch unmittelbar vor dem Platzen stehen", so Firlinger.

Als Konsequenz befürchtet Firlinger eine massive Kapitalflucht ins Ausland sowie die Kriminalisierung von hunderttausenden kleinen Sparern. "Schließlich sind dann die Sparbücher und Konten mangels ausreichendem Bankgeheimnis für den Finanzminister offen wie ein Scheunentor. Es ist daher nur eine Zeitfrage bis dessen Begehrlichkeiten darauf treffen werden", schloß Firlinger. (Schluß)

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