Naturnaher Rückbau des Liesingbaches gestartet

Erster Abschnitt in Rodaun fertig gestellt - Schüler gestalten dazu eine Plastik

Wien, (OTS) Hatte man in früheren Jahren auf technische Regulierungen der Wienerwaldbäche gesetzt, so tritt nun die
Tendenz zu neuartigen Revitalisierungskonzepten zutage, die unter der Feder der MA 45 - Wasserbau (Geschäftsgruppe Umwelt und Verkehrskoordination) im Zusammenwirken mit Bundesdienstsstellen, dem Wiener Stadtschulrat sowie den betreffenden Bezirken und einschlägigen Magistratsdienststellen realisiert werden. Gestartet wurde das Projekt mit der Gestaltung eines 800 Meter langen Abschnitts des Liesingbaches, zu dessen Fertigstellung am Freitagvormittag eine von Schülern gestaltete Plastik im
23. Bezirk, Rodaun, in der Willergasse bei der Liesingbrücke,
durch Umweltstadtrat Fritz Svihalek gemeinsam mit Bezirksvorsteher Manfred Wurm, enthüllt wurde.****

Erster Abschnitt in Rodaun fertig gestellt

Der Liesingbach entspringt im Südwesten Wiens in der Kalk-
und Flyschzone des Wienerwaldes, durchfließt den Südrang Wiens und mündet in die Schwechat. Abschnittsweise soll nun ein "naturnaher Rückbau" erfolgen, der mehrere Ziele verfolgt, wie etwa

o Gewinnung von Lebensraum (Gewässerfauna und -flora)
o Erhöhung der Selbstreinigungskraft des Gewässers
o Schaffung von Erholungsräumen
o Hochwasserschutz

Dazu wurden im Bereich Willergasse/Brücke über die Liesing, ein (noch namenloser) Platz gestaltet, die Skulptur aufgestellt, Informationstafeln angebracht, die sowohl über die Lokalgeschichte (Mühlen an der Liesing) als auch über die Tierwelt Auskunft geben. Die Schüler der Volksschule Rodaun waren ebenso wie die Schüler des Kollegiums Kalksburg (AHS) in die Planung und Umsetzung eingebunden. Für das Gesamtvorhaben - Gewässerrückbau, Lehpfad, Radwege, Naherholungsbereich - wurden auch beträchtliche Mittel aufgewendet: rund 11 Millionen Schilling.

Schüler gestalten Plastik "Fische in der Liesing"

An der Gestaltung des Erlebnispfades und der Schaffung der Plastik haben seit einem Jahr rund 100 Schüler mitgewirkt.
Zugleich ist in der Willergasse bei der Liesingbrücke ein Vorplatz entstanden, an dessen Gestaltung ebenfalls die Kinder und Jugendlichen mitgeplant haben - übrigens wird noch ein passender Name für diese Örtlichkeit gesucht.

Die Plastik "Fische in der Liesing" - nach einem Entwurf von Frau Professor Dr. Margarete Fujii-Zelenak - sitzt auf einem mit Steinplatten belebten Sockel. In den stufenförmigen Aufbau sind
von den Schülern angefertigte glasierte Keramikfliesen eingesetzt, die in der Liesing heimische Fischarten in natürlicher Größe zeigen. Den Abschluss bilden zwei parallel stehende Wellenberge
aus Nirostastahl, auf denen zwei Fische (Bronzeguss) ruhen.

Das Vorhaben Rückbau plus neuer Naherholungsbereich soll auf mehreren Ebenen wirken: Neben einer Förderung des ganzheitlichen ökologischen Denkens im pädagogischen Sinn eine reale Verbesserung der ökologischen Situation und nicht zuletzt ein neuer Lebensraum und Treffpunkt für Anrainer und Schüler. Als nächster Liesingbach-Abschnitt für einen naturnahen Rückbau ist der Bereich Kledering -Blumental vorgesehen. (Schluss) pz/bs

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