AK Wien: Das erste Konto richtig aussuchen

Jugend- und Studentenkonten im Vergleich

Wien (OTS) - Bei Jugend- und Studentenkonten ist die Kontoführung bei den meisten Instituten kostenlos oder zumindest ermäßigt. Auch bei den Zinsen werden Jugendlichen und StudentInnen bessere Konditionen gewährt. Welche Bank nun welche Konditionen bietet, hat die AK Wien erhoben. "Wichtig ist, dass Jugendliche einen Überblick über die finanzielle Gebarung ihres Kontos haben und mit den angebotenen Möglichkeiten - wie Bankomatkarte oder Kontoüberziehung -sorgfältig umgehen", so AK Konsumentenschützerin Margit Handschmann. Grundsätzlich rät die AK dazu, bei mehreren Geldinstituten Informationen einzuholen. Vor allem bei den Zinssätzen lohnt sich ein Vergleich.****

Die AK Wien hat die Jugend- und Studentenkonten unter die Lupe genommen. Das Hauptergebnis: Das Angebot der Geldinstitute ist sehr vielfältig. Allen Angeboten gemeinsam sind günstige Einsteiger-Konditionen, denn die Banken wissen sehr wohl, dass die Jugendlichen die treuen Kunden von morgen sein können. Die meisten Institute bieten neben der kostenlosen Kontoführung auch alle Buchungszeilen gratis an, zumindest dann, wenn das Konto im Plus geführt wird. Die Bank für Tirol und Vorarlberg und die Easy Bank bieten Jugendlichen ermäßigte Kontogebühren an, wobei bei der Easy Bank die Kontoführung gratis ist, wenn das Konto einen bestimmten monatlichen Guthabenstand aufweist. Einige Kreditinstitute wie die BAWAG, die Easy Bank, die erste Bank, die Niederösterreichische Hypothekenlandesbank und die Österreichische Volksbanken AG warten auch mit einer kostenlosen Bankomatkarte auf. Die meisten Institute locken die Jugend auch mit günstigeren Soll- und Habenzinsen. Fast alle bieten gratis Telebanking, Netbanking und Telefonbanking an.

Tipps für "Konto-Neulinge"

Die AK rät Jugendlichen und StudentInnen zu einer überlegten Kontonutzung. Bankomartkarte, Kontoüberziehung und Kreditkarte sollten nur im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten eingesetzt werden. Überziehungen am Konto sind nämlich trotz günstigerer Zinssätze für diese Kundengruppe nicht nur teuer, sondern bei fehlendem oder geringem Einkommen auch nur schwer rückzahlbar. Falls sich eine Kontoüberziehung dennoch nicht vermeiden lässt, sollte man die Höhe der Überziehungszinsen abklären. Es ist weiters ratsam, mit der Bank einen genauen Überziehungsrahmen festzulegen, da einige Institute für Überziehungen außerhalb des Rahmens höhere Sollzinsen verrechnen.

Spezielle Schutzbestimmungen

Für Jugendliche gelten bis zur Vollendung der Volljährigkeit ohnedies gesetzliche Sorgfaltsbestimmungen. So dürfen Banken Jugendlichen unter 18 keine Bankomatkarte überlassen. Ausnahme: 17jährige mit regelmäßigen Einkünften. Weiters ist der Bargeldbezug mit der Bankomatkarte auf 5.000 Schilling pro Woche limitiert. Für die Kontoüberziehung gilt, dass die Bank sie nur jenen Jugendlichen gewähren darf, die regelmäßig verdienen (und durch die Abdeckung der Kontoüberziehung der Lebensunterhalt nicht gefährdet wird). Ansonsten ist eine Kontoüberziehung nur dann möglich, wenn die Erziehungsberechtigten des Jugendlichen ausdrücklich zugestimmt haben.

Führen Jugendliche mehrere Konten, weil sie zum Beispiel die Zusatzangebote (verbilligte Konzertkarten) nutzen wollen, sollten sie beachten, dass auch ein nicht benütztes Konto im Laufe der Jahre hohe Kosten verursachen kann, da die von den Kreditinstituten gebotenen Sonderkonditionen meist nur bis zum Erreichen eines bestimmten Alterslimits gelten. Danach werden die üblichen Kontogebühren verrechnet, egal, ob das Konto genutzt wird oder nicht. So kann auch ein seit Jahren brachliegendes Konto ein beträchtliches Minus verursachen.

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