Klestil und Maderthaner mit 80 Firmen im Iran

Österreich-Iranisches Wirtschaftsforum mit Staatspräsident Khatami am 21.9. in Teheran - Iran-Exporte 1998: 2,8 Mrd ATS

Wien (PWK) - Vom 20. bis 21. September wird eine österreichische Wirtschaftsmission unter Leitung von Wirtschaftskammerpräsident Leopold Maderthaner Bundespräsident Thomas Klestil nach Teheran begleiten. Nicht weniger als 80 österreichische Unternehmen, die durchwegs bereits über Iran-Erfahrung verfügen, nehmen daran teil. ****

Am 21. September findet in Teheran ein österreichisch-iranisches Wirtschaftsforum statt, das von Bundespräsident Klestil und dem iranischen Staatspräsidenten Khatami eröffnet wird. Bei diesem von WKÖ-Präsident Maderthaner und dem Präsidenten der Iranischen Handelskammer geleiteten Forum werden die Teilnehmer der österreichischen Wirtschaftsmission ihre Angebote präsentieren.

Maderthaner und die österreichischen Firmenvertreter werden in Teheran auch mit iranischen Regierungsmitgliedern zusammentreffen, um die Möglichkeiten einer Ausweitung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zu erörtern. "Thematisiert werden dabei vor allem der Ausbau der Wasserkraft, des Eisenbahnnetzes, der petrochemischen Industrie, die Zusammenarbeit bei der Erdölprospektion und im Gesundheitsbereich sowie Zulieferungen für die Kfz-Industrie. Für diese Sektoren enthält das langfristige iranische Wirtschaftsprogramm große Ausbauvorhaben", erklärt Gerhard Kernthaler, zuständiger Länderreferent in der Wirtschaftskammer Österreich.

Österreichs Handelsvolumen mit dem Iran betrug 1998 über 3 Mrd Schilling, davon entfielen rund 2,8 Mrd auf österreichische Exporte, vorwiegend Investitionsgüter, Maschinen und Industrieanlagen.

Die Importe aus dem Iran (rd. 300 Mio Schilling) bestehen hauptsächlich aus Trockenfrüchten, Fruchtkonzentraten und Teppichen.

Der Iran ist traditionell der bedeutendste österreichische Exportmarkt im Nahen Osten. Österreich verfügt über langjährige gute wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen, was der Marktbearbeitung zugute kommt. "Der seit einigen Monaten wieder steigende Erdölpreis verbessert überdies deutlich die Marktchancen und erklärt zum Teil auch das große Interesse der österreichischen Unternehmen an der aktuellen Wirtschaftsmission", so Kernthaler.

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