100 Jahre Phonogrammarchiv Jubiläumsausstellung vom 21. September bis 29. Oktober 1999 in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (öAW) / Jahreskonferenz

Wien (OTS) - der International Association of Sound and Audiovisual Archives in Wien =

Wien beherbergt das älteste Schallarchiv der Welt:
1899 wurde von der Akademie der Wissenschaften das "Phonogrammarchiv" gegründet, das nicht nur als Schallarchiv, sondern auch als audiovisuelles Archiv das älteste der Welt ist. Dieses Jubiläum ist Anlass für eine Ausstellung, in deren Mittelpunkt der "Ton" steht. Gezeigt werden verschiedene Aufnahmegeräte, vom eigens in Wien entwickelten "Archiv-Phonographen", einer Pionierleistung auf dem Gebiet der Aufnahmetechnik, bis zur heute üblichen digitalen Aufnahmetechnik. Text- und Bildtafeln geben Auskunft über die Geschichte dieser Institution, die Entwicklung der Aufnahmetechnik, über Archivierung, Konservierung und das Re-recording sowie über die Bestände des Phonogrammarchivs. Zahlreiche Hör-Proben, Ausschnitte aus Musik- und Sprachaufnahmen aus aller Welt, aber auch akustische Besonderheiten wie etwa Fischlaute, sind an der "hörBar" zu geniessen. Erstmals wird in diesem Rahmen die Forschungsarbeit des ältesten Schallarchivs der Welt in einer allgemein zugänglichen Ausstellung präsentiert.

Die Ausstellung "100 Jahre Phonogrammarchiv" ist vom 21. September - 29. Oktober 1999 (ausgenommen 26. Oktober), Montag bis Freitag, von 9.00-17.00 Uhr, geöffnet. Ausstellungsort ist die Aula der österreichischen Akademie der Wissenschaften, A-1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2.

Das Archiv, dessen Aufgabe es ist, wissenschaftliche Schallaufnahmen herzustellen, zu sammeln, zu erschliessen, zu bewahren und sie für Forschungszwecke auch anderen zur Verfügung zu stellen, beherbergt mehr als 50.000 Tondokumente aus aller Welt. Einer breiteren Öffentlichkeit ist es vor allem durch die Schallplatten- und CD-Reihe "Tondokumente aus dem Phonogrammarchiv", die Stimmporträts berühmter Persönlichkeiten des beginnenden 20. Jahrhunderts umfasst, bekannt geworden.

Das Jubiläum ist aber auch Anlass dafür, dass die Annual Conference der International Association of Sound and Audiovisual Archives (IASA) unter dem Titel "A Century of Sound Archiving" vom 18.- 22. September 1999 in Wien stattfindet. Thema der Konferenz ist neben dem historischen Rückblick die aktuelle Standortbestimmung der audiovisuellen Archive als Knotenpunkte von Multi-media-Informationen für das Informationszeitalter. Die brennenden, weithin aber wenig bekannten Probleme der Haltbarkeit audiovisüller Datenträger, insbesondere der modernen Medien, stehen dabei ebenso zur Diskussion wie die Digitalisierung, vor allem der Einsatz digitaler Massenspeicher-Systeme. Erwartet werden rund 130 Delegierte aus aller Welt, die aus den Bereichen der Fernseh- und Rundfunkanstalten, nationaler audiovisueller Archive sowie Wissenschaft und Forschung kommen. Veranstaltet wird die Tagung von der AGAVA (Arbeitsgemeinschaft Audiovisüller Archive österreichs), Tagungsort ist die österreichische Akademie der Wissenschaften.

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