Zwischenbericht Niederösterreichs zu Natura 2000

Bauer: Gemeinsame Arbeit an einer Feinabstimmung

St.Pölten (NLK) - Der Zwischenbericht Niederösterreichs zum Vorhaben, so wie in allen Mitgliedstaaten der EU auch in Österreich ein Schutzgebietsnetz mit dem Namen "Natura 2000" zu schaffen und damit die zu schützenden Arten und Lebensräume zu sichern, liegt nun vor. Landesrat Dr. Hannes Bauer und der Präsident des Umweltdachverbandes ÖGNU, Dr. Gerhard Heilingbrunner, zogen heute Bilanz über das Vorhaben, das am 1. Jänner 2004 mit dem Abschluß des Netzwerkes "Natura 2000" in der EU erfolgen soll. Von der Arbeitsgemeinschaft "Natura 2000", bestehend aus dem Umweltdachverband ÖGNU, dem Institut für Vermessung, Fernerkundung und Landinformation der Universität für Bodenkultur, dem Büro für Vegetationsökologie und angewandte Naturschutzforschung und BirdLife Österreich, soll jetzt eine Feinabgrenzung der Gebiete Niederösterreichs vorgenommen werden, die 2001 abgeschlossen sein und neun Millionen Schilling kosten soll. Sie soll alle bisher vorhandenen Daten heranziehen, darüber hinaus neue Erkundigungen einziehen und auch auf Luftaufnahmen basieren.

Ursprünglich war - zwischen 1995 und 1998 - eine Liste mit 19 Regionen oder 31,6 Prozent der Landesfläche Niederösterreichs für das europäische Schutzgebietssystem "Natura 2000" nach Brüssel gemeldet worden. "Nur eine Grobabgrenzung", meinte Bauer, das aber freilich gewisse Ängste bei der Jagd, der Land- und Forstwirtschaft und anderen Berufsgruppen erregte. Sicher werde aber hier eine Einigung erzielt werden, "mit der Arbeitsgemeinschaft werden wir eine Abgrenzung finden". Die Arbeit der ARGE sei aber abzuwarten. So werden etwa Siedlungen oder Verkehrsflächen aus den ursprünglich flächenhaft angelegten Regionen herausgenommen werden und schließlich das Endergebnis vom Bund nach Brüssel gemeldet. Für die Aufnahme in die "Natura 2000"-Gebiete seien Ausgleichszahlungen innerhalb der EU-Förderungen vorgesehen. Die Bauern innerhalb der "Natura 2000"-Gebiete werden also zusätzlich zu den normalen Förderungen für die Landwirtschaft noch zusätzliche Gelder erhalten. Landesrat Bauer betonte auch, daß diese wissenschaftliche Aufarbeitung der gemeldeten Gebiete und die Feinabstimmung eine wichtige Vorleistung für die spätere "Förderkulisse" für die Landwirtschaft im Rahmen von "Natura 2000"-Gebieten sowie eine Notwendigkeit zur Schaffung späterer Managementpläne ist. Aber auch die Regionalentwicklung und der Tourismus werden von "Natura 2000" profitieren.

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