4. VAT-Forum: Wichtige Anliegen der alternativen Betreiber

Wien (OTS) - VAT-Forum: "Ergebnisse der Studie Job-Maschine
Telekom unterstreichen die große Bedeutung der alternativen Telekom-Netzbetreiber" - "Telekom-Liberalisierung in Österreich muß zügig fortgesetzt werden" - "Proaktiver Regulierungsansatz notwendig" - "Wichtige Anliegen der alternativen Betreiber"

Anläßlich des 4. VAT-Forums wurde die von Wirtschaftsminister Farnleitner in Auftrag gegebene und von Arthur D. Little erstellte Studie "Job-Maschine Tele-kom" präsentiert. "Die Ergebnisse der Studie unterstreichen ein-drucksvoll die große wirtschaftliche Bedeutung der neuen Netzbetreiber in Österreich", erklärt VAT-Präsident Helmut Schönthaler und weist dabei nicht nur auf die 6.500 neu geschaffenen Arbeitsplätze, sondern auch auf die gewaltigen Investitionen, die allein im Jahr 1999 11 Mrd. ATS betragen, hin. Zusammen mit den indirekten Beschäftigungseffekten und den durch das Auftreten der neuen Betreiber signifikant gefallenen Preisen im Telekommunikationsbereich (um bis zu 70%) sind die positiven Auswirkungen auf die österreichische Volkswirtschaft nicht hoch genug einzuschätzen.

Schönthaler verweist aber auch auf das Ergebnis der Studie, wonach die rasche und weitestgehende Liberalisierung der Telekom-Märkte die Schaffung neuer Arbeitsplätze begünstigt und zieht daraus den Schluß für die Zukunft: "Die Liberalisierung in Österreich muß zügig fortgesetzt und darf keinesfalls gebremst werden. Dafür ist ein proaktiver Regulierungsansatz notwendig, den wir derzeit leider nicht im gewünschten Ausmaß sehen." Auf diese wesentliche Forderung konzentrieren sich die aktuellen Anliegen der alternativen Betreiber.

"Die Regulierungsbehörde hat wesentliche Schritte zur Schaffung eines liberalisierten Telekom-Marktes in Österreich gemacht, aber ihren Handlungsspielraum längst nicht ausgeschöpft" erklärt VAT-Vizepräsident Christoph Boelling und fügt hinzu: "Dadurch sind in Verbindung mit den mangelnden Sanktions- und Durchsetzungsmöglichkeiten doch einige Defizite bei den Rahmenbedingungen aufgetreten." Dafür sind aber auch Rechtsschutzlücken im TKG (Telekommunikationsgesetz) verantwortlich, woran der VAT die Forderung knüpft, diese im Rahmen der bevorstehenden TKG-Reform zu beseitigen.

Jede Verzögerung des Liberalisierungsprozesses, sei es durch die Behinderung der neuen Anbieter aufgrund von Verknappungen der Netzzugangskapazitäten oder durch das Mißverhältnis zwischen den Kosten, die den alternativen Betreibern in Form der Zusammenschaltungsentgelte in Rechnung gestellt werden, und den von der Telekom Austria gewährten Endkundenpreisen und Rabatten, schwächt die positiven Auswirkungen, die durch die Studie "Job-Maschine Telekom" so eindrucksvoll bewiesen werden, ab.

Nunmehr müssen die Zusammenschaltungsentgelte, die über den europäischen Vergleichswerten liegen, endlich neu festgesetzt und dabei signifikant gesenkt werden, was in den nächsten Monaten ein ebenso wichtiges Thema sein wird, wie die Festlegung der Konditionen für eine automatische Betreibervorauswahl. Dabei wird sich zeigen, ob in Österreich der positive Weg der Liberalisierung konsequent fortgesetzt wird, betont der VAT und appelliert damit an die Politik und die Regulierungsstellen, die richtigen Signale für die Zukunft zu senden.

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