Bundesarbeitskammer (1): Aktion Fairness rasch und vollständig umsetzen!

AK Präsident Tumpel: "Verschlechterungen im Urlaubsrecht sind kein Tauschobjekt"

Wien (OTS) - Eine möglichst rasche und vollständige Beseitigung aller ungerechtfertigten arbeits- und sozialrechtlichen Unterschiede zwischen Arbeitern und Angestellten forderte heute, Dienstag, in Wien der Vorstand der Bundesarbeitskammer in einer Resolution. "Die Aktion Fairness muss umgesetzt werden, Ungleichbehandlung gehört abgeschafft", erklärte AK Präsident Herbert Tumpel. Dazu müsse der von der Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales vorgelegte Vorschlag für ein Arbeitsverhältnisgesetz in der nächsten Legislaturperiode unverzüglich wieder aufgegriffen und verabschiedet werden, so der Vorstand der Bundesarbeitskammer. Das dürfe nicht durch Verschlechterungen auf anderen Gebieten erkauft werden. Insbesondere eine Verknüpfung mit einer Aliquotierung des Urlaubsanspruchs sei ausgeschlossen. ****

"Ich habe kein Verständnis dafür, dass die Wirtschaft die berechtigten Forderungen der Aktion Fairness zu unsozialen Tauschgeschäften nutzen will", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Die Aktion Fairness müsse nach den Wahlen rasch umgesetzt werden. Verschlechterungen im Urlaubsrecht seien für die Arbeiterkammer kein Tauschobjekt.

Tumpel spricht sich dagegen aus, dass Urlaubsanspruch unabhängig von der Dienstdauer nur mehr schrittweise entstehen soll: "Das vereitelt jede vernünftige Urlaubsplanung." Zugleich würde diese generelle "Urlaubsaliquotierung" mit der Regel brechen, dass nicht verbrauchter Urlaub bei Beendigung des Dienstverhältnisses ausbezahlt werden muss. Diese Regel soll die ArbeitnehmerInnen unter anderem vor übereilter Kündigung durch den Arbeitgeber schützen - würde sie abgeschafft, kostet das die ArbeitnehmerInnen in Summe 4,5 Milliarden Schilling jährlich. Davon wären Jahr für Jahr rund eine Dreiviertel-Million ArbeitnehmerInnen betroffen, sie müssten im Schnitt auf 6.000 Schilling jährlich verzichten.

(Forts.)

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