Kautz: Prinzhorn und Arbeitnehmer - Milliarden für ihn, Mindestlöhne für die Belegschaft

Selbst beim Arbeitszeitgesetz will der Milliardär zuwarten bis zum letzten Augenblick

St. Pölten, (SPI) - "Die FPÖ-Politik beginnt mit ihrem neuen "Papier"-Spitzenkandidaten Thomas Prinzhorn immer mehr ins "Skurrile" abzugleiten und zeigt einmal mehr, was die FPÖ unter Arbeitnehmerpolitik versteht. Die Milliardengewinne für den Eigentümer und die Mindestlöhne für die Belegschaft sind seit langen Jahren im Prinzhorn´schen Unternehmensimperium praktizierte FPÖ-Politik", berichtet der Neunkirchner SP-Landtagsabgeordnete Herbert Kautz, in dessen Bezirk sich einige Unternehmen des FPÖ-Politikers befinden.****

Im Prinzhorn-Werk Brigl&Bergmeister werden seit Jahren an die 260 Mitarbeiter nur die exakten tarifvertraglichen Mindestlöhne ausbezahlt. Erst heuer, aufbereitet wohl zum FPÖ-Wahlkampf, zahlt man an die Belegschaft eine Prämie in der Höhe eines Drittels (!) eines Monatslohns. Bei den dort gezahlten Bruttolöhnen zwischen 14.000 bis 22.000 Schilling sind das zwischen 4.600 und 7.300 Schilling pro Kopf und Nase. Vom Reingewinn von rund 35 Millionen Schilling sehen die Mitarbeiter also nur rund 1,8 Millionen Schilling in den eigenen Brieftaschen. "Der Rest wird wohl dem Stiftungsvermögen Prinzhorns in der Höhe von geschätzten 5 Milliarden Schilling hinzugefügt werden", kritisiert Kautz die offensichtliche Wählertäuschung der FPÖ. Andere Papierfabriken in Österreich, wie Norske oder Leykam zahlen schon seit langem Gehälter über dem Mindestlohn. Noch eines ist beinahe allen Schichtarbeitern in den Prinzhorn-Werken gemeinsam: Im Gegensatz zu fast allen anderen Papierfabriken müssen die Schichtarbeiter bei Prinzhorn noch immer 38 Stunden statt der üblichen 36 Stunden arbeiten.

"Jeder Arbeitnehmer, jede Arbeitnehmerin kann sich wohl ausmalen, was eine ÖVP-FPÖ-Koalition für die Beschäftigten bringt, wenn Prinzhorn und der Wirtschaftskämmerer Schüssel "viele Gemeinsamkeiten sehen". Den Menschen drohen Lohnkürzungen, weniger Urlaub, Streichung von Feiertagen, unbezahlte Überstunden, Sonntagsarbeit und die Abschaffung vieler Arbeitnehmerschutzbestimmungen. Noch hat’s der Milliardär "schwer", wenn er gemeinsam mit der ÖVP in der Regierung ist, werden sich’s beide schon leichter machen", so Landtagsabgeordneter Herbert Kautz abschließend.
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