FPÖ-Spitzenkandidat Prinzhorn: "Verkauf aller Staatsfirmen als Startkapital für eine massive Steuerreform."

Vorausmeldung zu FORMAT 37/99

Wien (OTS) - Der FPÖ-Spitzenkandidat Thomas Prinzhorn sagt in
einem Interview für das am Montag erscheinende Nachrichtenmagazin FORMAT, daß er im Fall einer Regierungsbeteiligung alle Unternehmensbeteiligungen des Staates verkaufen würde, um damit eine massive Senkung der Lohn- und Einkommenssteuer zu finanzieren. Prinzhorn wörtlich: "Am Anfang kostet die Reform Geld. Daher treten wir für weitere Privatisierungen ein. Der Verkauf der Staatsunternehmen bringt Dutzende Milliarden."

Konkret nennt der FPÖ-Mann in FORMAT "die Telekom Austria, die komplett privatisiert gehört. Dazu die OMV, die VA Stahl und so weiter. Die Erlöse daraus bringen uns den nötigen Spielraum für eine Änderung des Steuersystems. Jede große Reform braucht ein Startkapital."

Das sogenannte Flat-tax-Modell der FPÖ sieht einen einheitlichen Steuersatz von 23 Prozent für alle Einkommen vor. Dazu kommt eine jährliche Steuerfreigrenze von 150.000 Schilling. Prinzhorn bestätigt in FORMAT, daß dieser Vorschlag die Budgeteinnahmen um rund 100 Milliarden Schilling pro Jahr reduzieren würde. Daher sei es nötig, in den ersten beiden Jahren zum Teil Verkaufserlöse von Staatsunternehmen zur Abdeckung der Verluste heranzuziehen. Danach, so behauptet der Papierindustrielle, werde sich die Reform selbst tragen: "Unser System wird so eine Dynamik in die österreichische Wirtschaft bringen, daß es in drei Jahren dem Staat das Gel= d durch höhere Konsumausgaben, mehr Unternehmen und mehr Arbeitsplätze zurückbringt. Das haben Reagan in den USA und Thatcher in England bewiesen. "

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