Steirischer VP-Wirtschaftslandesrat Paierl kritisiert Wahlkampflinie der ÖVP

Paierl wirft seiner Partei vor, sie denke 'zu sozialistisch' und fordert für die nächste Regierung ein 'Kabinett der besten Köpfe'

Wien (OTS) - In einem Interview mit dem am Montag erscheinenden Nachrichtenmagazin FORMAT übt der steirische Wirtschaftslandesrat Herbert Paierl harte Kritik an der Linie seiner Partei. Paierl "Wir greifen bestimmte Themen gar nicht mehr an, weil wir annehmen, daß die SPÖ nein sagt. Wir denken zu sozialistisch."

Paierl weiter: "Aus der Sozialpartnerschaft ist eine Sozialgefangenschaft geworden." Paierl kritisierte auch die übertriebene Rücksichtnahme auf die Wirtschaftskammer. Der Landesrate wörtlich: "Auf die Camarilla wird viel zu viel Rücksicht genommen."

Der Landesrat warnte vor einer "Verteufelung" von Vorschlägen, 'nur weil etwas von der FPÖ kommt'. Die FPÖ habe der ÖVP vor allem im Wirtschaftsbereich viele Wähler abspenstig gemacht, die gelte es zurückzugewinnen.

Der Bundes-ÖVP gelinge es zu wenig erfolgreiche Marken zu kreiieren. Als Beispiel nannte Paierl 'eine innovative Technologie-und Wirtschaftspolitik. Wir sollten die Partei sein, die für die neuen Unternehmen steht - ähnlich wie Tony Blair oder Gerhard Schröder.'

Paierl votiert gegen eine Fortsetzung der großen Koalition. Er schlägt ein 'all Austrian Government' vor, eine 'Regierung der besten Köpfe'. Paierl: 'Was spricht dagegen, die besten aus allen Parteien zusammenzuholen? Ich denke da an Alexander Van der Bellen, Hans Peter Haselsteiner, Thomas Prinzhorn, Wolfgang Ruttensdorfer...'

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