Notgrabungen ein ständiger Begleiter des Straßenbaues

Bundesdenkmalamt erforscht Hallstatt-Kultur in Ziersdorf

St.Pölten (NLK) - Im kommenden Jahr soll mit dem Bau der fünf Kilometer langen Umfahrung der B 4 im Bereich von Ziersdorf begonnen werden. Grund genug für die Archäologen des Bundesdenkmalamtes, an der Baustelle hektische Aktivität zu entwickeln: Im Bereich der Trasse der zukünftigen Ortsumfahrung fanden sich nämlich zahlreiche Hügelgräber aus der Hallstatt-Kultur (frühe Eisenzeit), die nunmehr, bis zum Beginn der tatsächlichen Bauarbeiten an der Straße, erforscht und dokumentiert werden sollen.

Schon nach Entfernung einer dünnen Humusschichte stellte man Verfärbungen fest, die auf mindestens sechs Hügelgräber und weitere Funde hindeuteten. Man nimmt an, daß es sich dabei vorwiegend um sogenannte "Begrenzungsgräber" für die eigentlichen Grabhügel handelt, die eine Höhe von zehn Metern und mehr gehabt haben dürften und zur Zeit ihres Bestehens einen imposanten Anblick geboten haben müssen. Die Grabhügel haben einen Durchmesser zwischen 15 und 35 Meter.

Bei zwei Hügeln fand man Grabkammern bzw. Grabgruben. Auch Keramik wurde gefunden, wodurch auch eine Datierung möglich war.

Westlich der Hügelgräber wurden ca. 200 weitere Verfärbungen freigelegt. Die Datierung ist schwierig, da hier die Grabbeigaben fehlen. Bei anderen Gruben wiederum konnte man Gegenstände aus der frühen Bronzezeit bergen. Schon jetzt scheint klar, daß sich aus den Ziersdorfer Funden neue Erkenntnisse über Lebensweise und Bestattungssitten der urgeschichtlichen Menschen in diesem Raum finden lassen.

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