Malaysia auf dem Weg der Erholung

Österreichische Firmen erhalten Großaufträge - WKÖ plant im Herbst zwei Großveranstaltungen für Exporteure

Wien (PWK) - Das durch die Asienkrise in seiner wirtschaftlichen Entwicklung gedämpfte Malaysia hat die Talsohle der Rezession offenbar durchschritten. "Die vor einem Jahr eingeführten Kapitalverkehrskontrollen wurden soeben wieder weitgehend aufgehoben, Zahlungen für Importe und Exporte können ungehindert abgewickelt werden", berichtet Karl Schmidt, Fernost-Referent in der Wirtschaftskammer Österreich. ****

Die malaysische Zentralbank rechnet für 1999 bereits mit einem Wirtschaftswachstum von 1 bis 2 Prozent, das im Jahr 2000 auf 5 Prozent anschwellen und dieses Niveau auch halten soll. Im Vorjahr war das Bruttoinlandsprodukt noch um 6,7 Prozent gesunken. "Die vorliegenden Zahlen für das 2. Quartal 1999 zeigen einen Zuwachs von 9 Prozent bei der Industrieproduktion. Die Zahl der Touristenankünfte stieg bisher gegenüber dem Vorjahr um fast 50 Prozent", so Schmidt weiter.

Auch die Inflation scheint mit weniger als 5 Prozent gut im Griff, der fixe Wechselkurs von 3,80 Ringgit zum US-Dollar wird vorerst beibehalten. Der Aktienindex an der Börse von Kuala Lumpur ist in den letzten 12 Monaten um mehr als 170 Prozent angestiegen.

Angesicht dieser ermutigenden Daten sei es angebracht, den Markt Malaysia auch im Hinblick auf mögliche Exporte und Kooperationsmöglichkeiten wieder verstärkt zu beachten, empfiehlt Schmidt. Die malaysische Regierung unterstützt derartige Vorhaben durch eine Reduktion der Einkommenssteuern, durch großzügige Investitionsvorhaben im Infrastrukturbereich und durch Förderung von Auslandsinvestitionen.

Die österreichische Exportwirtschaft betreibt das Malaysia-Geschäft über 300 lokale Vertreter und mehr als 30 Firmenniederlassungen, die trotz verschlechterter Marktbedingungen durchwegs ihre Position gehalten haben. "Großprojekte, die im Jahre 1997 noch storniert worden waren, sind im 1. Quartal 1999 wieder aktuell geworden, sodass österreichische Firmen einige Großaufträge am Energie- und Spitalssektor hereinnehmen konnten", freut sich Schmidt. "Damit sollte der durch die Asienkrise ausgelöste absteigende Trend (Exporte 1998 minus 12 Prozent auf 1 Mrd Schilling, Importe plus 15,5 Prozent auf 2,5 Mrd Schilling) wieder umgekehrt werden."

Die Wirtschaftskammer Österreich plant für Exporteure, die die Geschäftschancen auf dem malaysischen Markt wahrnehmen wollen, heuer gleich zwei Großveranstaltungen:

Vom 8. bis 11. Dezember wird gemeinsam mit der Außenhandelsstelle in Kuala Lumpur eine Wirtschaftsmission nach Malaysia organisiert, bei der Kontakte aktiviert und neue Geschäftsmöglichkeiten erschlossen werden können.

Am 8. Oktober 1999 wird die bekannte und langjährige Ministerin für Internationalen Handel und Industrie (MITI), Rafidah Aziz, im Rahmen eines Malaysia-Seminars in der Wirtschaftskammer Österreich Möglichkeiten und Schwerpunkte des neuen Aufschwunges erläutern. Ebenso werden österreichische und malaysische Firmenrepräsentanten über aktuelle Geschäfte und die praktische Abwicklung von Banktransaktionen referieren. Rund 30 malaysische Industrievertreter werden außerdem für Einzelgespräche zur Verfügung stehen.

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