Strompreise

Belangsendung der WKÖ am 14.9.1999 um 5:52 auf Ö1

pwk - Die im Wahlkampf ausgebrochene Debatte um eine Strompreissenkung auch für Kleinabnehmer hat die Wirtschaftskammerspitze alarmiert. Die privaten Haushalte bezahlen weniger pro Kilowattstunde Strom als jene Kleingewerbebetriebe, die keine Sondertarife in Anspruch nehmen können. Die aber beschäftigen österreichweit zwei Millionen Menschen und sie dürfen, verlangt der Generalsekretär der Wirtschaftskammer, Günter Stummvoll, bei einer Strompreissenkung nicht durch den Rost fallen. ****

"Wenn die Erhaltung von Arbeitsplätzen, die Sicherung von Arbeitsplätzen, die Sicherung des Wirtschaftsstandortes nicht nur Schlagworte sein sollen, dann müssen im Zuge bevorstehender Strompreissenkungen die Tarife für diese zwei Millionen Arbeitsplätze stärker gesenkt werden, um hier eine Gleichbehandlung zwischen privaten und gewerblichen Abnehmern zu erreichen."

Man hat außerdem errechnet, dass die städtischen Elektrizitätsunternehmen, die über kürzere Leitungen verfügen, ihren Kunden im Durchschnitt um 14 Groschen höhere Strompreise verrechnen als die Bundesländergesellschaften mit ihren großen Netzen. In der Kammer argwöhnt man, dass die EVU's Strom aus ihren eigenen Kraftwerken verkaufen, auch, wenn der teurer ist als aus dem Ausland angebotener. Das aber verbietet das die E-Wirtschaft regulierende Gesetz. Daher droht Stummvoll: Sollte sich hier nichts ändern, werde die Wirtschaftskammer von ihrem gesetzlichen Recht Gebrauch machen, "eine Preisüberprüfung der EVU's beim Wirtschaftsminister zu verlangen, vor allem, was die Diskrepanzen betrifft zwischen privaten Abnehmern und gewerblichen Abnehmern und die Preisunterschiede auch bei den einzelnen Landesgesellschaften und städtischen Unternehmen".

Die Wirtschaftskammer fordert: das ElWOG, das Elektrizitätswirtschaftsgesetz muss nach der Nationalratswahl so rasch als möglich in diesem Sinne novelliert werden.
(Schluß) pt

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