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Andritz AG wird an internationales Erwerberkonsortium verkauft

AGIV AG veräußert ihre Tochtergesellschaft Andritz AG (Graz) an ein Erwerberkonsortium unter der österreichischen Führung der Unternehmens Invest AG (Wien). Als Kaufpreis wurden 900 Mio DM vereinbart. Das wird 1999 in der AGIV-Konzernrechnung zu einem a.o. Ergebnis von mehr als 350 Mio DM führen. Es ist vorgesehen, diesen außerordentlichen Ergebnisbeitrag auszuschütten. Dies entspricht im Jahr 2000 einer Sonderausschüttung von über 9 DM je Aktie.

Vorstand und Aufsichtsrat von AGIV haben über die Transaktion in der Aufsichtsratssitzung am 09. September 1999 entschieden. Die Durchführung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung einer außerordentlichen Hauptversammlung von AGIV, zu der in Kürze eingeladen wird.

Nach der erfolgreichen Neuausrichtung von AGIV sind seit Anfang 1999 Verhandlungen zwischen der BHF-BANK AG (AGIV-Beteiligung über 49%) und potentiellen Investoren - vorwiegend aus dem internationalen Finanzbereich - über einen Kauf der Gesellschaft geführt worden. An den erforderlichen Due Diligence-Prüfungen hat AGIV mitgewirkt.

Nach Mitteilung der BHF-BANK hat sie keine Einigung über die endgültigen Verkaufsmodalitäten erzielt und nunmehr diese Verhandlungen über den Verkauf ihrer Beteiligung beendet. Im Hinblick auf ihre unverändert bestehende Trennungsabsicht, ist mit Veräußerung der 99,9%igen AGIV-Beteiligung an Andritz AG eine Teillösung erzielt worden.

Der AGIV-Vorstand bezeichnete den erzielten Veräußerungserlös als angemessen. Frühere Wertgutachten zur Andritz AG, die durch internationale Wirtschaftsprüfer erstellt worden sind (zuletzt anlässlich der Aufstockung des AGIV-Anteils im Jahre 1997), werden mit dem jetzt erzielten Transaktionswert erheblich überschritten. Somit partizipieren alle Aktionäre an den dadurch realisierten Wertsteigerungen. Nach dem Andritz-Verkauf wird sich das Kerngeschäft von AGIV auf international führende Geschäftsbereiche in der Fahrzeug-, Prüf- und Messtechnik konzentrieren. Industriell zu stärken ist der Sektor der Chemiefaser- und Textilmaschinen.

Zum Erwerberkonsortium für Andritz gehören unter der Führung der Unternehmens Invest AG die Deutsche Beteiligung AG, die Carlyle-Gruppe sowie das Andritz-Management mit dem Vorstandsvorsitzenden Leitner.

Im laufenden Geschäftsjahr 1999 erwartet die in den Bereichen Papier- und Zellstoffmaschinen sowie Walz- und Bandbehandlungsanlagen tätige Andritz AG einen Umsatz von 1,6 Mrd. DM und einen Jahresüberschuß von 82 Mio DM. Beschäftigt werden weltweit 3.000 Mitarbeiter. Zur AGIV gehört Andritz seit 1987, damals wurde eine 50,2%ige Beteiligung an dem Grazer Unternehmen von der Creditanstalt-Bankverein AG (Wien) erworben.

AGIV rechnet - ohne Andritz - im laufenden Geschäftsjahr mit einem konsolidierten Umsatz von 3 Mrd. DM. Im Konzernabschluss 1999 entfällt das laufende Ergebnis der Andritz AG; aus dem Unternehmensverkauf ergibt sich ein a.o. Ergebnisbeitrag von mehr als 350 Mio DM.

Der Vorstandsvorsitzende von AGIV, Udo G. Stark, hat den Aufsichtsrat unterrichtet, dass er gemäß seinen vertraglichen Möglichkeiten beabsichtige, nach Vollzug der Transaktion sein Amt niederzulegen. Über den in Betracht kommenden Termin wird zu gegebener Zeit eine Vereinbarung mit dem Aufsichtsrat geschlossen. Weiterhin scheidet aufgrund der Andritz-Veräußerung Wolfgang Leitner aus dem AGIV-Vorstand aus.

Ende der Mitteilung
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