Prammer: Anti-Atom-Aktionsplan wird umgesetzt!

Sicherheitsprüfung von Temelin in Vorbereitung

Wien (OTS) - Der von der österreichischen Bundesregierung beschlossene Anti-Atom-Aktionsplan wird derzeit umgesetzt. Sämtliche EU-Mitgliedstaaten und die beitrittswerbenden Länder wurden über die Ziele der österreichischen Anti-Atom-Politik informiert: "Kein EU-Beitritt mit unsicheren Kernkraftwerken und rasche Schließung der Kernkraftwerke Bohunice, Kosloduj und Ignalina sind die zentralen Forderungen Österreichs", betont Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer.

Die Umsetzung des Aktionsplans läuft auf Hochtouren: Prammer hat bereits mit dem deutschen Umweltminister Trittin Kontakt aufgenommen, um eine gemeinsame Sicherheitsprüfung von Temelin durchzuführen. Österreichische und deutsche Experten sollen eine Arbeitsgruppe bilden, die innerhalb weniger Monate eine Prüfung nach den strengen deutschen Sicherheitskriterien vornehmen "Die deutschen Sicherheitskriterien sind die strengsten in Europa und müssen beim Bau von Temelin einge-halten werden. Mit einem unsicheren AKW Temelin wird es keinen EU-Beitritt von Tschechien geben", so Prammer.

Prammer hat außerdem in der österreichischen Stellungnahme zum slowakischen Energiekonzept klar gemacht, daß ein EU-Beitritt der Slowakei ohne die Schließung des AKW Bohunice unmöglich ist. Bis zum EU-Gipfel in Helsinki Ende 1999 müssen verbind-liche Schließungspläne nicht nur für Bohunice in der Slowakei, sondern auch für Kosloduj in Bulgarien und Ignalina in Litauen vorgelegt werden. "Österreich geht nach wie vor davon aus, daß das Kernkraftwerk Bohunice im Jahr 2000 geschlossen wird. Dieser Termin ist auch in der Agenda 2000 vorgesehen", so Prammer.

Auch die designierten EU-Kommissare für Umwelt Wallström und EU-Erweiterung Verheugen treten für eine rasche Schließung dieser drei unsicheren AKWs ein und vertreten damit dieselbe Meinung wie die österreichische Bundesregierung. "Die drei gefährlichen AKWs Bohunice,Kosloduj und Ignalina müssen zum Schutz der Menschen unbedingt schnellsten geschlossen werden. Österreichs konsequente Anti-Atom-Politik setzt sich nun auch in der EU-Kommission durch", betont Prammer abschließend. (Schluß)

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