JOSEF TRATTNER Block Out Ausstellung, Künstlergespräch und Performance

Wien (OTS) - Pressepreview: Dienstag, 28. September 1999, 10.30 Uhr Ausstellungsort: MAK-Galerie
MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst
Stubenring 5, A-1010 Wien
Ausstellungsdauer: 29. September - 14. November 1999 Öffnungszeiten: Di - So 10.00 - 18.00 Uhr
Do 10.00 - 21.00 Uhr, Mo geschlossen

Von 29. September bis 14. November 1999 zeigt das MAK
die Installation BLOCK OUT, die der österreichische Künstler JOSEF TRATTNER für die MAK-Galerie geschaffen hat. Die Ausstellung wird von einem Künstlergespräch am 21. Oktober und der Performance TAKE APART am 11. November begleitet.

Bereits seit Anfang der neunziger Jahre verwendet Josef Trattner für seine Arbeiten vorwiegend Schaumstoff. Er setzte das industriell gefertigte und allgegenwärtige Füllmaterial bisher vor allem für temporäre Interventionen in historischen Schauräumen, im öffentlichen Raum und in der Landschaft ein.

Für das MAK hat Josef Trattner eine raumgreifende Installation mit dem Titel BLOCK OUT entwickelt. Sie umfaßt sieben großdimensionierte Schaumstoffblöcke, die nach bestimmten Prinzipien der Schnittführung geteilt sind und jeweils aus zwei übereinandergestellten Objekten bestehen. Jeder dieser Skulpturen wurde eine Farbe zugeordnet, die mit dem jeweiligen Schnittmuster des Blocks korrespondiert. Die Schnittführungen reichen von streng geometrisch, labyrinthisch, spiralenförmig bis gestisch-informell.

Die streng achsiale Anordnung der Blöcke im Raum, ihre Positionierung zueinander sowie ihre formale Bearbeitung, die das Entstehen flacher Oberflächenreliefs zur Folge hat, erzeugen vielschichtige Spannungsfelder. BLOCK OUT thematisiert die Wechselbeziehungen zwischen Benutzbarem und Skulpturalem, Positiv-und Negativformen, Auflösung und Wiederherstellung vorgegebener Ordnungen und manifestiert Trattners Interesse am Experimentieren mit der Materialität, das sich durch sein gesamtes Werk zieht.

Josef Trattners frühe Arbeiten reichen in die 80er Jahre zurück. Ausgangspunkt war die Intention, "nicht nach der Natur, sondern parallel zur Natur" (Hans Arp) zu agieren und aus den allgemeinen Gesetzmäßigkeiten des Wachsens und Werdens zu bilden. Die daraus resultierenden organischen Formen nehmen oft Bezug aufeinander, bilden Ensembles, deren einzelne Elemente miteinander kommunizieren. Als Materialien kommen Laub oder mit Tempera bemalter Gips zum Einsatz. Bei den etwas späteren Skulpturen beginnen geometrische Elemente in die organischen Strukturen einzugreifen. Das Blockhafte ist bereits in diesen Arbeiten als Sockel vorhanden, auf oder neben dem sich die organischen Formen befinden. Der Dialog der Elemente gewinnt durch den Negativ-Abdruck einzelner Teile der organischen Gebilde auf dem Sockel eine zusätzliche Komponente. Dieses dualistische Dialog-Formprinzip wird in den folgenden großdimensionierten Skulpturen sowie Arbeiten im öffentlichen Raum durch die Gegenüberstellung von Skulptur und Raum erweitert.

Trattners Arbeiten sind durchwegs kontextbezogen und nutzen den Ort nicht bloß als Kulisse, sondern zielen auf die Visualisierung vorhandener Struktur- und Wertordnungen und die Auseinandersetzung mit ihnen. Sein Umgang mit dem Raum ist jedoch trotz der deutlichen Zeichensetzung subtil, nahezu vorsichtig darauf bedacht, einen "symbiotischen Eingriff" vorzunehmen.

Josef Trattner wurde 1955 in Semriach in der Steiermark geboren und studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Einzelausstellungen seiner Arbeiten waren u. a. im Traklhaus in Salzburg, in der Galerie der Wiener Secession, im Ambrosi Museum der Österreichischen Galerie in Wien und in der Galerie Menotti in Baden zu sehen. Zu den wichtigsten Projekten zählt u. a. Barock in progress in Schloß Eckartsau 1995/96, in dem Trattners Schaumstoff-Interventionen den Blick auf das kostbare barocke Ambiente verwandelten. Zu den Arbeiten im öffentlichen Raum bzw. in der Landschaft gehören die Projekte Anlauf, Ansitz, Anstand. Eine urbanisierende Intervention in das Regierungsviertel Sankt Pölten und Kunst/Landschaft/Ehrwald/Tirol.

Zur Ausstellung JOSEF TRATTNER - Block Out im MAK erscheint ein Katalog mit Beiträgen von Martina Kandeler-Fritsch, Peter Noever und Burghart Schmidt. Ein Künstlergespräch mit Josef Trattner findet am 21. Oktober um 19 Uhr in der MAK-Galerie statt. Am 11. November 1999 um 19.00 Uhr findet - drei Tage vor Ausstellungsende - eine Performance von Josef Trattner mit dem programmatischen Titel TAKE APART statt, die von Josef Reiter mit Sound Intervention 2 ergänzt und unter Mitwirkung des Publikums zur Auflösung der Skulpturen führen wird.

Ausstellungsdaten

JOSEF TRATTNER
Block Out

Pressepreview Dienstag, 28. September 1999, 10.30 Uhr
Eröffnung Dienstag, 28. September 1999, 20.00 Uhr Künstlergespräch Donnerstag, 21. Oktober 1999, 19.00 Uhr Performance Donnerstag, 11. November 1999, 19.00 Uhr Ausstellungsort MAK-Galerie
MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst
Stubenring 5, A-1010 Wien
Ausstellungsdauer 29. September - 14. November 1999 Öffnungszeiten Di - So 10.00 - 18.00 Uhr
Do 10.00 - 21.00 Uhr
Mo geschlossen

Ausstellung Josef Trattner, Peter Noever
MAK-Kurator Martina Kandeler-Fritsch

Katalog JOSEF TRATTNER - Block Out.
Hrsg. von Peter Noever. Mit einem Vorwort von Peter Noever und Beiträgen von Martina Kandeler-Fritsch und Burghart Schmidt. ca. 40 Seiten, ca. 16 Abbildungen

Feiertage 26. 10. Nationalfeiertag 10.00 - 18.00 Uhr
1. 11. Allerheiligen geschlossen Sonderveranstaltungen 7. - 9. 10. Icebreaker-Festival
23. - 26. 10. Kunst Wien

MAK-Eintritt Freier Eintritt in die MAK-Galerie

Presse und

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Dorothea Apovnik
Tel. +43-1-711 36-233
Fax +43-1-711 36-227
e-mail: presse@mak.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAK/OTS