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MARSEILLE-KLINIKEN AG MIT DEUTLICHER ERTRAGSSTEIGERUNG

- Konzernjahresüberschuß im Geschäftsjahr 1998/99 steigt um 24,3 Mio. DM auf 3,5 Mio. DM. - Konzernumsatz erhöht sich um gut 8 % auf 268 Mio. DM - Auslastung der Reha-Kliniken steigt im Juli auf über 80 % - Gute Dividende angekündigt - Weiterer, kräftiger Ergebnisanstieg im neuen Geschäftsjahr, da Wegfall operativer Verluste der Reha-Kliniken

Die Marseiile-Kliniken AG, Hamburg, hat das vergangene Geschäftsjahr 1998/99 (30. Juni) mit großem Erfolg abgeschlossen. Die negative Ergebnisentwicklung des Vorjahres konnte nachhaltig überwunden werden. Zugleich wurden die Grundlagen geschaffen für ein kräftiges Wachstum beim Umsatz und vor allem beim Ergebnis in den kommenden Jahren.

Der Konzernumsatz erhöhte sich im Geschäftsjahr 1998/99 auf der Grundlage vorläufiger Berechnungen um 8,4 % auf 267,7 Millionen DM (Vorjahr: 247,0 Millionen DM). Das Wachstum resultiert aus einem weiter gestiegenen Auslastungsgrad der Division Pflege, einer wesentlich verbesserten Auslastung der Reha-Kliniken, dem zusätzlichen Umsatz aus neu errichteten Bettenkapazitäten in der Pflege und der Übernahme von zwei Altenpflegeeinrichtungen in Herne/Westfalen zu Beginn des Geschäftsjahres sowie von einer weiteren Einrichtung in Sachsen-Anhalt im Frühjahr 1999.

Die vorläufige Ergebnisrechnung schließt mit einem Konzernjahresüberschuß von 3,5 Millionen DM. Im Vorjahr war ein Fehlbetrag von 20,9 Millionen DM entstanden, der auf hohe außerordentliche Aufwendungen von knapp 16 Millionen DM für die Restrukturierung der Rehabilitation sowie auf weitere operative Verluste der Reha-Kliniken zurückzuführen war. Im Berichtsjahr belasteten noch die einmaligen Kosten für die Umwidmung der Reha-Klinik Simund Weil, Bad Schönborn, in eine Geriatrische PflegeKlinik sowie der Umbau der Siekertal-Klinik, Bad Oeynhausen, in das neue, zentrale Trainingszentrum. Dennoch gelang es, das negative Ergebnis der Reha-Kliniken von 33,2 Millionen DM im vorangegangenen Geschäftsjahr 1997/98 auf 10,4 Millionen DM deutlich zu reduzieren. Im Einzelabschluß der Marseille- Kliniken AG stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 1998/99 nach vorläufigen Berechnungen auf 16,4 (11,5) Millionen DM und der Jahresüberschuß auf 9,4 (8,2) Millionen DM.

Die im Vorjahr durch die Gesundheitsstrukturreform negativ beeinflußte Auslastung der Reha-Sparte verbesserte sich im Berichtsjahr deutlich von 59,2 % auf 72,0 %. Im letzten Quartal des Berichtszeitraums erreichte die Auslastung einen Wert von 77,4 % und im Monat Juli 1999 sogar von 80,5 %. Das Ergebnis in der Rehabilitation konnte 1998/99 erheblich gesteigert werden. Im letzten Quartal des Geschäftsjahres wurde bereits wieder ein leicht positives operatives Ergebnis erzielt.

Die Auslastung der Einrichtungen für die Altenpflege stieg im Geschäftsjahr auf den Spitzenwert von 92,8 % (Vorjahr: 91,3 %). Auch das Ergebnis dieser Sparte erhöhte sich leicht, obwohl hier bereits Vorleistungen für den Aufbau des neuen Franchise-Systems und für die Softwaretochter SCS verarbeitet sind. Zum Ergebnis beigetragen hat der Ertrag aus der Veräußerung von zwei Einrichtungen. Zielgerichtet wurde das Sale-and-lease-back- Verfahren angewendet, um das im Frühjahr außerordentlich günstige Zinsniveau partiell nutzen zu können. Weitere Verkäufe sind derzeit nicht vorgesehen. Durch die Transaktion wurden pro Bett stille Reserven in Höhe von rund 50.000 DM realisiert. Insgesamt verfügte die Sparte am Ende des Geschäftsjahres über 4.192 Pflegebetten.

Ausblick

Das laufende Geschäftsjahr hat gut begonnen. Unsere Expansionsbereiche (Franchise und EDV) sind auf gutem Weg. Die Division Rehabilitation wird nach den Planungen mit einem ausgeglichenen Gesamtergebnis abschließen können. Die Einmalkosten für die Umwandlung der Einrichtungen in Bad Schönborn und Bad Oeynhausen werden das neue Jahr nicht mehr belasten. Insgesamt rechnet der Vorstand deshalb mit einem kräftigen Anstieg des Konzernergebnisses für das neue Geschäftsjahr.

Land Brandenburg erteilt ersten Förderbescheid

In der seit Jahren anhängigen Auseinandersetzung mit dem Land Brandenburg über die Investitionsförderung für unsere acht Einrichtungen in diesem Bundesland wurde Anfang September 1999 der erste Förderbescheid erteilt. Insgesamt werden für die Förderung nach den öffentlichen Aussagen des Brandenburger Sozialministeriums vom 12. August 1999 und vom 18./19. August 1999 Fördermittel in einer Größenordnung zwischen 74 und 82 Millionen DM angeboten.

Wir betrachten diese Schritte des Landes als ersten großen Erfolg in einem Streit, bei dem wir unsere Heimbeiräte und Bewohner unterstützt haben. Wir prüfen derzeit den ersten Bescheid und werden Sie kurzfristig über die Ergebnisse informieren. Fördermittel werden zu einem wesentlichen Teil für den ergebnisneutralen Abbau von Verbindlichkeiten verwendet und führen zu nachhaltigen Vergünstigungen in den Pflegesätzen für Bewohner. Sie dienen damit der langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Einrichtungen. Auf die Rentabilität unserer Einrichtungen haben diese Fördermittel keinen Einfluß.

Zahlung einer guten Dividende

Die wieder gute Ertragsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie die sehr guten Aussichten für das neue Geschäftsjahr 1999/2000 lassen die Zahlung einer guten Dividende erwarten. Über den konkreten Dividendenvorschlag für die Hauptversammlung am 1. Dezember 1999 wird direkt im Anschluß an die Aufsichtsratssitzung am 21. September 1999 informiert.

Marseille-Kliniken AG
Der Vorstand

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Marseille-Kliniken AG
Axel Hölzer
Tel.-Nr.040/51 45 9-0
Fax-Nr. 040/51 45 9-727

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