Bauer: Bei Kindesmißbrauch: Nicht wegschauen sondern aufschreien

Durch mehr Zivilcourage wird das Schweigen gebrochen

Niederösterreich, 9.9.99 (NÖI) Anläßlich des jüngsten zu Tage gekommenen Kindesmißbrauch in Niederösterreich erklärt die Familiensprecherin der ÖVP im Parlament, Nationalrätin Rosemarie Bauer, daß diese nur die Spitze des Eisbergs seien. "Endlich wird die Mauer des Schweigens gebrochen. Studien belegen, daß nicht das Verbrechen an Kindern zunimmt, sondern die Dunkelziffer sinkt. Verwandte, Bekannte oder Nachbarn besitzen nun endlich die Zivilcourage, Anzeige zu erstatten", erklärt Rosemarie Bauer.****

"Mißhandlungen an unseren Kindern kommen einer Mißhandlung an unserer gesamten Gesellschaft gleich und dürfen nicht mehr als Kavaliersdelikt abgetan werden. Hier muß mit der härtest möglichen Strafe, im gesetzlichen Rahmen, vorgegangen werden. Denn nur dann, wenn die Rechtsprechung die Ernsthaftigkeit dieses Vergehens vorexerziert, wird auch die Zivilcourage der Bevölkerung zunehmen und eine Möglichkeit bestehen, unseren Kindern Schutz und Sicherheit vor diesen Verbrechen zu bieten!", so Bauer.

"Funktionierende Familien sind das Fundament unserer Gesellschaft. Kinder haben bis jetzt noch keine Lobby in unserer Gesellschaft. Mit dem Familievolksbegehren wird ein Zeichen in
diese Richtung gesetzt", meint die Weinviertler Nationalrätin abschließend, die auf die Eintragungsfrist des Volksbegehrens von 9.-16.9. verweist.

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