Gießereiindustrie erlebt derzeit atemberaubenden Strukturwandel

Kosten-Preisschere verschlechtert sich jedoch weiter Produktion im 1. Halbjahr 99 um 4 % gesunken

PWK - Die Gießereiindustrie erlebt derzeit einen atemberaubenden Struktur- und Technologiewandel. Die rund 60 heimischen Industriebetriebe haben enorme Summen in neue Technologien und Produktinnovationen investiert. Der Trend geht eindeutig in Richtung Leichtbau und fertigbearbeiteter, komplexer Bauteile bzw. kompletter Module. Bei den Werkstoffen setzen sich Leichtmetall-Gusswerkstoffe auf der Basis von Aluminium und Magnesium sowie hochfeste duktile Gusseisen immer mehr durch. Die Anstrengungen der Firmen tragen bereits erste Früchte. 1998 wurde mit einer Gesamtproduktion von 280.433 t und einem Zuwachs von rund 11 % die höchste jemals in Österreich erzeugte Gusstonnage erreicht. Unerfreulich dabei ist, dass der Produktionswert nur um 7 % gesteigert werden konnte. ****

"Bei den weiter sinkenden Preisen sollten die erreichten Produktivitätssteigerungen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und nicht zur Abdeckung der weiter steigenden Arbeitskosten herangezogen werden müssen", stellte Michael Zimmermann, Vorsteher des Fachverbandes der Gießereiindustrie, fest. Zimmermann warnte davor, diese Situation zu verharmlosen. Der überzogene KV-Abschluß im vergangenen Jahr hätte die Kosten-Preisschere weiter aufklaffen lassen. Und von der Ankündigung, im Rahmen der Steuerreform die Lohnnebenkosten um 3% zu verringern, ist nichts übrig geblieben. "Unsere Branche steht unter einem besonders hohen internationalen Wettbewerbsdruck. Wenn es nicht bald gelingt, die Arbeitskosten spürbar zu senken und die Ertragslage zu verbessern, so sind auch wertvolle Arbeitsplätze gefährdet", warnt Zimmermann. Derzeit beschäftigt die Branche 7.500 Mitarbeiter, der Mitarbeiterstand konnte seit 1995 gehalten bzw. leicht erhöht werden.

Im 4. Quartal 1998 und im 1. Halbjahr 1999 sind die Auftragseingänge jedoch merklich abgesunken und die Produktion ist bis zu 4% zurückgegangen.

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