Jobmaschine Mobilfunk: 7500 neue Arbeitsplätze innerhalb von sieben Jahren

Wien (OTS) - Der Mobilfunk hat sich im Telekommunikationssektor
zur Jobmaschine und damit zu einer der erfolgreichsten Branchen entwickelt. Innerhalb der letzten vier Jahre wurden bei den Netzbetreibern, Endgeräteherstellern, Infrastrukturlieferanten und im Handel 6000 neue Arbeitsplätze geschaffen, davon alleine 1500 beim Marktführer mobilkom. Bis zum Jahr 2002 kommen bis zu 1500 weitere neue Arbeitsplätze hinzu. Der Branchenumsatz 1999 beträgt 35 Mrd. ATS. Bis zum Jahresende telefonieren mehr als 4 Mio. Österreicher mobil.

Mobilkommunikation Jobmaschine im Telekommunikationssektor

Der Telekommunikationssektor ist einer der wenigen Wirtschaftsbereiche, in denen es zu einer signifikanten Ausweitung der Beschäftigung in den letzten Jahren gekommen ist. Für den gesamten Telekommunikationssektor erwartet Dr. Hannes Leo vom WIFO einen Zuwachs bis zum Jahr 2002 von bis zu 6500 Beschäftigten. Damit entsteht der überwiegende Teil von neuen Jobs - 80 Prozent - in der Mobilkommunikation und den damit verbundenen Bereichen. Vor allem bei den Mobilfunkbetreibern gab es starke Zuwächse über die letzten Jahre. In Summe werden gegen Ende 1999 bei diesen ca. 4700 Personen beschäftigt sein, davon 1800 beim Marktführer mobilkom. Seit 1996 bedeutet dies eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von rund 47 %. Bis zum Jahr 2002 kann die Beschäftigenzahl bei den vier Netzbetreibern auf 6800 anwachsen, prognostiziert Leo.

Die Mobilkommunikationsbetreiber generieren über ihre Geschäftstätigkeit und ihre Investitionen weitere Beschäftigung im Handel und bei den Herstellern von Endgeräten und Hardware für den Netzaufbau. Darüber hinaus werden Beschäftigungseffekte bei Beratungs, Werbe-, PR- und Kommunikationsunternehmen oder durch Outsourcing bei Aufbau und Wartung des Netzes erzielt.

1998 wurden in Österreich rund 1,35 Millionen Handys verkauft. Mit dem Umsatz von rund 3,5 Mrd. S wurden rund 1100 Jobs geschaffen bzw. gesichert. "Aufgrund der Rationalisierungstendenzen im Handel muß davon ausgegangen werden, dass ohne die rasche Entwicklung der Mobilkommunikation diese Beschäftigten abgebaut worden wären", so Dr. Hannes Leo. Setzt sich diese positive Entwicklung fort (zusätzliche Stimulierung des Marktes durch WAP- und GPRS-Endgeräte), kann das hohe Beschäftigungsniveau gehalten werden.

Auch bei den Infrastrukturlieferanten ist es in den letzten Jahren zu einer deutlichen Ausweitung der Beschäftigung in Österreich gekommen. Von rund 400 Beschäftigten 1996 hat sich die Mitarbeiterzahl auf rund 650 erhöht. Damit ist es auch in diesem Sektor zu einem raschen Aufbau von hochqualifizierten Arbeitsplätzen gekommen. Bis zum Jahr 2002 sind weitere 200 Arbeitsplätze möglich.

In Summe hängen bei einer vorsichtigen Schätzung bis zum Jahr 2000 rund 7000 Arbeitsplätze an der Mobilkommunikation, bis zum Jahr 2002 werden es bis zu 9500 Arbeitsplätze sein.

Gesamtwirtschaftliche Bedeutung durch hohe Investitionen und Umsätze

Seit 1996 wurden rund 30 Mrd. Schilling in den Auf- und Ausbau der Netze investiert. Die Investitionen der Mobilkommunikationsunternehmen sind damit auch zu einer gesamtwirtschaftlich relevanten Größe geworden. Sie machen 1999 rund 3,8 % der gesamten Bruttoanlageinvestitionen für Ausrüstungen aus. Gemessen am Umsatz und an der Beschäftigung ist die Investitionstätigkeit dieses Sektors deutlich überproportional. Allein im Jahr 1999 haben die Mobilkommunikationsbetreiber rund 12 Mrd. Schilling investiert. Dies entspricht rund 60 % der gesamten Investitionen im Telekommunikationssektor (rund 20 Mrd. ATS 1999). Dass die Mobilkommunikation zu einem Massenphänomen geworden ist, zeigt sich auch in der Umsatzentwicklung. Für 1999 schätzen die Betreiber, dass sie mehr als 23 Umsatzmilliarden erzielen werden, der Marktführer mobilkom rechnet für 1999 mit einem Umsatz von 14 Mrd. ATS. Mit den Umsätzen durch den Verkauf von Handys, Zubehör und Ausrüstungen ergibt sich ein Branchenumsatz von 35 Mrd. ATS.

Neue Dynamik durch UMTS

Die mobilkom geht davon aus, dass im Jahr 2002 der Markt für mobile Sprachtelefoniedienste voll entwickelt und das Sättigungsniveau bei den Teilnehmern nahezu erreicht sein wird. Sundt rechnet zu diesem Zeitpunkt mit 6 Millionen Mobilfunkkunden bzw. mit einer Penetration von bis zu 75 Prozent. Auch das Beschäftigungspotential wird bei den Mobilfunkbetreibern weitgehend ausgeschöpft sein.

Die dritte Mobilfunkgeneration UMTS kann der Mobilkommunikation eine neue Dynamik verleihen. Mit dem Aufbau der UMTS Netze können bereits ab dem Jahr 2001 Arbeitsplätze gesichert bzw. geschaffen werden. Zum einen muss in die Infrastruktur für die UMTS-Netze investiert werden. Die dafür notwendigen Investitionen dürften ca. 70 % der Investitionen bei GSM-Netzen erreichen. Darüber hinaus wird die Einführung von mobilen Multimediadiensten den Betreuungsaufwand für die Nutzer erhöhen und tendenziell auch hier Beschäftigungsnachfrage erzeugen. Die neuen Endgeräte sind wiederum positiv für die Umsatzentwicklung des Handels.

Das größte Potential für neue Arbeitsplätze im Zusammenhang mit UMTS ergibt sich für Dr. Hannes Leo aus dem geänderten "Business Model". Während Mobilfunkbetreiber derzeit die Infrastruktur für Sprachtelefonie zur Verfügung stellen, werden sie in Zukunft eine Plattform für mobile Multimediadienste und vor allem Multimediainhalte (Content) anbieten. Der Wettbewerb zwischen den Anbietern wird vor allem über den angebotenen Content geführt werden. Um interessanten Content anzubieten, wird jeder Betreiber Kooperationen mit Contentanbietern eingehen müssen bzw. diesen selbst aufbereiten. Die Aufbereitung von Content und die Implementierung desselben auf der UMTS-Plattform eröffnen neue Beschäftigungschancen in einem Bereich, der - durch die Expansion des Internets - mit einem starken Wachstum rechnen kann.

Heinz Sundt sieht jetzt die Aufgabe der Politik und der Regulierungsbehörde darin, rasch Rahmenbedingungen zu schaffen, die einerseits eine rasche Vergabe der UMTS Frequenzen ermöglichen und andererseits Interessenten motivieren, zügig in den Aufbau der UMTS Netze zu investieren.

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