Riess-Passer: Skandalöse Verharmlosung von Kindesmißbrauch

Wien, 1999-09-08 (fpd) - Das gestern gefällte Skandalurteil über den des Kindesmißbrauchs überführten Favoritener Ex-Hauptschuldirektor und ehemaligen Spitzenpolitiker der SPÖ sei der Höhepunkt in einer langen Reihe von Verharmlosungen und zeige einmal mehr, wie leichtfertig mit diesen erschreckenden Vorkommnissen umgegangen werde, erklärte heute die geschäftsführende Bundesobfrau der FPÖ und NR-Spitzenkandidatin für Tirol Dr. Susanne Riess-Passer. Den jahrelangen sexuellen Mißbrauch von ihm anvertrauten Knaben durch den Wiener "Pädagogen" mit nur sechs Monaten Freiheitsentzug zu bestrafen, komme einem Hohn gleich. ****

Es müsse endlich Schluß sein mit diesen Skandalurteilen, verlangte die freiheitliche Politikerin und forderte den Bundeskanzler auf, endlich einzugreifen: "Klima hat sich, aus welchen Gründen auch immer, aus der Diskussion um den Mißbrauch von Kindern herausgehalten, aber jetzt ist es Zeit, das Schweigen zu brechen!" Es könne nicht angehen, daß der sexuelle Mißbrauch von Kindern wie ein Kavaliersdelikt behandelt werde, schon gar nicht, wenn es sich beim Täter um einen Ex-Hauptschuldirektor und SPÖ-Politiker handle, der seine Autoritätsstellung ausgenützt habe, so Riess-Passer.

"Der Bundeskanzler soll sich endlich dazu äußern, wie er gedenkt, gegen die Verharmlosung von Kindesmißbrauch anzugehen und ob der täterschonende Vollzug des Strafrechtes in dieser Form weitergeführt werden soll", forderte Riess-Passer abschließend. (Schluß)

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