Hack: Liberale Idee der Spielstraßen für Kinder hat Erfolg

In den Bezirken 5, 6 und 7 erobern Kinder und Jugendliche den Straßenraum zurück

Wien (OTS) "Wenn den ersten zaghaften Versuchen der Stadtregierung Glauben geschenkt werden darf, wird zumindest in 3 Bezirken die liberale Idee einer echten Spielstraße für Kinder und Jugendliche übernommen", freute sich heute die Planungssprecherin der Wiener Liberalen, Michaela Hack. Dies sei ein erster Schritt zur Verbesserung der problematischen Spiel- und Freiraumsituation im dicht verbauten Stadtgebiet. Derzeit wird die Bevölkerung von Margareten, Mariahilf und Neubau über die neuen "Spiel- und Begegnungsstraßen" informiert.

"Im dicht verbauten Stadtgebiet und besonders während der schulfreien Zeit brauchen junge Menschen einen Platz, wo sie sich treffen, spielen und frei bewegen können. Für viele Jugendliche, vor allem für MigrantInnen, die in beengten Wohnungen leben müssen, sind nun einmal die Straßen im unmittelbaren Wohngebiet der einzige Aufenthaltsort für ungestörte Treffen", erklärte Hack.

Viele Straßen könnten durch eine zeitliche Begrenzung zu Spielstraßen umgewandelt werden. So könne z.B. am Nachmittag nach der Schule die Straße für den Verkehr von 12 bis 17 Uhr gesperrt werden. Durch dieses "space-sharing" werde Kindern und Jugendlichen am Nachmittag ein gefahrloses Bespielen der Straße ermöglicht. Zu-und Abfahrten wären den Anrainern erlaubt. In solchen Spielstraßen könne der Straßenraum für alle attraktiver ausgestaltet werden, meinte Hack. Die Gehsteige könnten zu "Spielsteigen" erweitert werden, Hausbänke, Wasserstellen, ansprechende Bodenbelege und bespielbares Stadtmobiliar würden natürlich nicht nur Kindern, sondern allen unmittelbaren Anrainern zu Gute kommen.

Laut einer Studie zum Thema "Freiraumsicherung in Wien" gab es zu keinem Lebensbereich so viele negative Wertungen wie zur Qualität des Grün- und Freiraumangebots im dichter bebauten Stadtgebiet. Jede dritte Familie mit Kleinkindern vermisst einen Kinderspielplatz und bei den Familien mit Schulkindern jede vierte eine Freifläche für Jugendliche. Die Studienautorin, DI Heidrun Feigelfeld, fasst einige Vorschläge zur Verbesserung der Situation zusammen: Bespielbarkeit und Begrünung von Straßenräumen, Sicherung, Öffnung und Ausstattung auch der kleinsten Freiräume, Mehrfachnutzung, Winterangebote und vieles mehr.

"Die Liberalen haben bereits im September 1998 einen Antrag zur Öffnung der Sommer- und Kinderfreibäder auch in den kühleren Jahreszeiten gestellt", erklärte Hack. Die Freiflächen und Sportanlagen der Bäder könnten ohne weiteres unter Berücksichtigung diverser Sicherheitsvorkehrungen Kindern und Jugendlichen als Spielort offen stehen. "Leider fand die zuständige Magistratsabteilung zwar eine Liste von fadenscheinigen Ausreden, warum dies nicht möglich sei, darüber, wie es tatsächlich ginge, hat sich bis heute aber niemand den Kopf zerbrochen", kritisierte die liberale Gemeinderätin. "Wir werden aber nicht locker lassen und in der nächsten Gemeinderatssitzung unsere Forderung wiederholen", ergänzte sie.

"Spielstraßen und Winterspielräume in Bädern sind kleine Schritte auf dem Weg zur ‚bespielbaren Stadt'. Freiräume und Spielflächen für unsere Kinder zu schaffen, sollte sowohl PolitikerInnen und dem Magistrat als auch manchen WienerInnen wichtiger sein als der Parkplatz vor dem Haus", so Hack abschließend.

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