ARBÖ: "Halbjahresbilanz” März bis September über Spritpreisbewegung

EU-Annäherung positiv, jetzt nicht hinter Dollarkurs und Ölpreis verstecken!

Wien (ARBÖ) - Nicht hinter hohem Dollarkurs und Rohölpreisen "verstecken” soll sich laut ARBÖ die Mineralölwirtschaft, wenn es darum geht, den zweiten Teil der Zusage einer Annäherung an den Nettopreis-Standard der Europäischen Union zu erfüllen.

Der anhaltend hohe Dollarkurs und die Rohölpreise, die nach einem "Rekordtief” 1998 (auf bis zu 8 Dollar je Barrel) nun mit rund 20 Dollar je Barrel wieder etwa jenen von Jahresanfang 1997 entsprechen, bescheren den Konsumenten derzeit ein relativ hohes Preisniveau an den Tankstellen. Dies nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa. Diese internationalen Entwicklungen dürfen daher laut ARBÖ kein Argument sein, um die laufende Anpassung der österreichischen Nettopreise an den EU-Durchschnitt zu verzögern, da sie in allen Ländern gleichartig belastend wirken.

Die Initiative des österreichischen Parlaments im heurigen Frühjahr mit einer entsprechenden Verschärfung des Preisgesetzes hat bis zum heutigen Tag bewirkt, daß die Preisunterschiede zwischen österreichischen Nettopreisen und den Nettopreisen im EU-Durchschnitt von damals 75 (Superbenzin mit 95 Oktan) bzw. 61 Groschen (Diesel) auf heute 41 bzw. 26 Groschen gesunken sind.

Die erste Hälfte der vom ARBÖ geforderten Annäherung in zwei Etappen ist damit erfüllt worden. Ausständig ist aber noch immer ein Zeitplan, mit dem die Mineralölwirtschaft die nächsten Maßnahmen zur Erreichung des Ziels – österreichische Nettopreise auf EU-Durchschnittsniveau – konkretisiert.

Weiters verlangt der ARBÖ, daß in diesem Plan auch festgehalten wird, wie bereits erfolgte Schritte der Annäherung beibehalten werden können. Die aktuelle Entwicklung zeigt nämlich, daß die Annäherung der österreichischen Nettopreise an den EU-Standard keineswegs als stabil bezeichnet werden kann. Die Schere geht
wieder auseinander.

Die folgende Übersicht zeigt, um wieviel mehr die Konsumenten
in Österreich mehr als jene im EU-Durchschnitt pro Liter Sprit bezahlen mußten und heute müssen (Angaben in ATS/Liter):

Superbenzin 95 Oktan Diesel

08. März 1999 0,75 0,61 (Ende März Änderung des Preisgesetzes)
12. April 1999 0,28 0,12 10. Mai 1999 0,47 0,32 14. Juni 1999 0,37 0,23 12. Juli 1999 0,26 0,12 16. August 1999 0,45 0,28 06. September 1999 0,41 0,26

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