Auslandsniederösterreicher-Treffen mit vielen Ideen

LH Pröll: "Weltweites blau-gelbes Netzwerk

St.Pölten (NLK) - Spontan sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll seine Unterstützung zu: Niederösterreich soll die Patenschaft über eine beim verheerenden Erdbeben zerstörte Schule in der Türkei übernehmen. Das war eine von vielen konkreten Anregungen, die aus dem heute zu Ende gehenden 5. Auslandsniederösterreicher-Treffen in St.Pölten hervorgegangen sind. 43 Auslandsniederösterreicher aus 22 Ländern auf drei Kontinenten sind dazu auf eigene Kosten angereist. Niederösterreich ist das einzige Bundesland, das über ein Auslandsösterreicher-Referat, geleitet von Traude Walek-Doby, verfügt und solche Treffen organisiert. In den letzten fünf Jahren, so Landeshauptmann Pröll, ist damit eine Art "weltweites blau-gelbes Netzwerk" entstanden, das nicht durch Glasfaserkabel oder über Satelliten verbunden ist, sondern durch menschliche Begegnungen. Niederösterreich habe sich die Latte hoch gelegt, es wolle unter die Top ten-Regionen Europas, also bei möglichst vielen Parametern vorne liegen. Dem Engagement, den Erfahrungen und Kontakten der Auslandsniederösterreicher komme dabei große Bedeutung zu.

Aus den einzelnen Arbeitskreisen kamen wieder sehr viele konkrete Ideen und Anregungen.

Im Arbeitskreis Jugend und Erziehung wurde unter anderem die Unterstützung eines von der österreichische Schule in Guatemala betreuten Internats für bedürftige Kinder vorgeschlagen, so könnten etwa Schulen oder Schulklassen die Patenschaft über ein Kind übernehmen. Große Sogen gebe es auch im personellen Bereich. Ein langfristiges Projekt ist die bereits angelaufene Zusammenarbeit zwischen dem Pädagogischen Zentrum Ingolstadt und dem Landesschulrat für Niederösterreich mit dem Ziel, Ideen für die "Schule der Zukunft" zu entwickeln. Forciert werden soll auch der Schüleraustausch, entsprechende Angebote liegen vor.

Der heuer neugebildete Arbeitskreis Umwelt und Gesundheit regt unter anderem ein gemeinsames Projekt der Niederlande, des deutschen Bundeslandes Schleswig-Holstein und Niederösterreichs im Bereich der Aus- und Weiterbildung in der Altenhilfe an. Es sollten Bildungskonzepte zur Hebung des Gesundheitsbewußtseins erarbeitet werden. Eine Chance gerade für Niederösterreich sehen die Auslandsniederösterreicher auch in einem echten Gesundheitstourismus. Konkrete Angebote gibt es auch für eine Zusammenarbeit mit dem größten Gesundheitszentrum für ayvurvedische Medizin in Indien. Dessen Leiter Dr. Sh.B. Tambe hält heute um 19 Uhr im Bildungshaus St.Hippolyt in St.Pölten einen Vortrag "Ayurvede - ein uraltes vollständiges Heilsystem".

Der Arbeitskreis Kunst und Kultur beschäftigte sich besonders mit dem Thema Design, Architektur und Design seien Stärken Niederösterreichs, die entsprechend genutzt werden sollten. Der Arbeitskreis formulierte einem Appell nach einem "Pakt zwischen Kreativen, Wirtschaft und Politik". Beim nächsten Treffen solle auch ein Unternehmen besucht werden, daß sich um Design und Kunstsponsoring verdient gemacht hat. Ein weiterer Vorschlag betrifft eine Niederösterreich-Veranstaltung bei den Holmenkolm-Tagen in Norwegen.

Der Arbeitskreis Tourismus regt unter anderem eine stärkere Zusammenarbeit zwischen dem niederösterreichischen und dem Wiener Tourismus an. Gemeinschaftsangebote in Fremdenverkehrsorten sollten ebenso forciert werden wie "Zuckerln" für Stammgäste. Auf Nischenangebote sollte größter Wert gelegt werden, eine Idee wäre etwa ein Casino-Tourismus, für den es vor allem in Ostasien, wo das Glücksspiel verboten ist, sicher großes Interesse gebe. Bedauert wird, daß die "Strohnach-Kugel" nicht zustande kommt, vielleicht könnte sie in einem anderen, günstigeren Standort verwirklicht werden.
Im Arbeitskreis Wirtschaft wurden Überlegungen angestellt, die die Erfahrungen und das Know-how der Auslandsniederösterreicher in vielen zukunftsorientierten Branchen besser genutzt werden könnte. Zur Erleichterung des Erfahrungsaustausches soll als erster Schritt die Internet-Homepage des NÖ Auslandsösterreicher-Referates erweitert werden. Der Know-how-Transfer brauche allerdings auch eine Koordinierungsstelle. Als Ergebnis des Treffens gibt es eine konkrete Zusage von Institutionen der Wirtschaft, eine Kraft zur Verfügung zu stellen. Weiters wird angeregt, eine "Technologieregion" mit einer auf Niederösterreich zugeschnittenen Struktur zu schaffen, nämlich im Bereich "grenzüberschreitende Hightech-Produkte.

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