WU Wien bekommt modernstes Universitätsverwaltungssystem Europas

Service rund um die Uhr mit Internet, Handy und Chipkarte am virtuellen WU-Schalter

Wien (OTS) - Als Generalunternehmer wird Siemens Business Services (SBS) die Wirtschaftsuniversität Wien (WU) mit dem modernsten Universitätsverwaltungs- und Informationssystem Europas ausstatten. Das bisherige System, das sich aus Individuallösungen zusammensetzt, wird durch eine Lösung auf Basis von Standardsoftware ersetzt. Bis März 2001 sollen die gesamte Studien- und Prüfungsverwaltung, die Raumverwaltung sowie die Personalwirtschaft auf das neue System umgestellt werden. "Wir sind seit vielen Jahren Partner der Wirtschaftsuniversität. Diese Verbundenheit war auch Grund dafür, daß gerade SBS dieses Projekt umsetzt und die WU auf dem Weg zur ,Universität der Zukunft' unterstützt", meint SBS-Geschäftsführer Franz Geiger.

Design, Build, Operate: Durchgängige Lösungen von SBS

Siemens Business Services, führender Implementierungs- und Outsourcing-Anbieter in Österreich, ist kundenorientiert nach Branchen- und Fachthemen ausgerichtet und bietet Dienstleistungen für die komplette Wertschöpfungskette des Kunden an. Dabei versteht sich die SBS als Partner, der kompetent mitarbeitet, um die Wettbewerbsposition seiner Kunden zu verbessern. In den nächsten zwei Jahren strebt SBS eine führende Rolle im Beratungs- und Lösungsgeschäft für den Informations- und Kommunikationsmarkt an:
"Wir bieten ein durchgängiges Angebot, vom Consulting und der Evaluierung und Planung der besten Lösung über die reibungslose Umsetzung bis hin zum kostengünstigen Management kompletter Geschäftsprozesse. Dieser Richtlinie ,Design, Build, Operate' sind wir auch an der WU gefolgt", erläutert Franz Geiger die Erfolgsstrategie.

Das Projekt an der WU enthält neben dem kompletten Projektmanagement die Überführung aller Daten ins neue System, Anpassung und Customizing der Hochschulsoftware i3v(R)-Education sowie die Ausstattung von PC mit Chipkartenlesern. Ein Trust-Center wird die Ausgabe und Verwaltung von Signaturkarten, die auch die bisherigen Studentenausweise ersetzen, übernehmen. Unterstützt wird dieses richtungsweisende Projekt vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung.

Integrierte Hochschulverwaltung mit i3v(R)-Education

Software-Basis des Projekts ist die Produktlinie i3v(R)-Education der GINIT GmbH in Karlsruhe, dem europäischen Spezialisten für Bildungs- und Weiterbildungssoftware. i3v(R)-Education ist eine einheitliche Lösung für eine integrierte dezentrale Hochschulverwaltung, die einen hohen Vernetzungsgrad der Informationen innerhalb eines einzigen Informationssystems bietet. Dadurch wird eine Steigerung der Arbeitsqualität und auch eine Erhöhung der Transparenz bei gleichzeitiger Arbeitserleichterung gewährleistet. Ursprung von i3v(R) war ein Projekt der Fakultät für Informatik an der Universität Karlsruhe, an der 1989 die Entwicklung der i3v(R)-Technologie begann und wo diese bereits seit 1991 als Fakultätsinformationssystem für einen reibungslosen Ablauf aller Verwaltungsprozesse sorgt. Die GINIT GmbH, ein erfolgreicher spin-off der Universität Karlsruhe, bietet seit 1994 i3v(R) am Markt an und entwickelt die Technologie in enger Abstimmung mit innovativen Universitäten wie Mannheim, Hohenheim, Bochum und nun auch der WU Wien weiter.

Rund um die Uhr geöffnet: Der virtuelle WU-Schalter

Für die über 21.000 Studierenden und alle 740 Mitarbeiter der WU bricht mit dem Wintersemester 2000/2001 ein neues Service-Zeitalter an: Ab diesem Semester soll der virtuelle WU-Schalter rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Verschiedenste Funktionen des Studienalltags können, aufbauend auf der Software i3v(R)-Education, mit Internetanbindung via PC, über touch-tone-basierte Anwendungen per Tastentelefon und bald auch mit Web-fähigen Handys mit WAP-Browser aufgerufen werden. Studenten, die sich heute noch anstellen müssen, um einen Seminarplatz zu bekommen, können sich dann bequem von zu Hause aus oder von unterwegs anmelden. Über Handy kann man sich über die Beurteilung der letzten Prüfung informieren. Die Weiterinskription erfolgt per Mausklick, und auch die Beurteilung der Lehrveranstaltungen wird über Internet möglich.

Darüber hinaus bringt das neue System wesentliche Erleichterungen bei der Raumverwaltung, Hörsaalbelegung, Prüfungsplanung und Notenveröffentlichung. Auch die gesamte Personalwirtschaft der Wirtschaftsuniversität soll in das System eingebunden werden.

Immatrikulation im Jahr 2000

Der bisher langwierige Vorgang der Immatrikulation hat bald ausgedient: Ab dem Wintersemester 2000/2001 wird sich der zukünftige WU-Student per Internet zum Studium anmelden und seine Daten bekanntgeben. An einem der 15 geplanten Selbstbedienungs-terminals an der WU läßt er sich von eingebauten Kameras fotografieren, bezahlt den ÖH-Beitrag mit seiner Quick-Karte, zeigt bei einem Schalter seine Dokumente vor und bekommt umgehend seine EU-weit gültige Signaturkarte, die gleichzeitig auch als Studentenausweis gilt. Inskription, Anmeldungen und Notenabfragen werden damit rund um die Uhr möglich sein.

Chipkarte als Studentenausweis

Um höchstmögliche Rechtsverbindlichkeit und Sicherheit bei sensiblen Selbstbedienungsanwendungen gewährleisten zu können, wird SBS in Österreich erstmalig Signaturkarten einsetzen. Dafür werden PC und Selbstbedienungsterminals an der WU mit Chipkartenlesern ausgestattet. Die Studierenden, der gesamte Lehrkörper und das Verwaltungspersonal erhalten Signaturkarten. Durch einen Chip ermöglichen diese eine digitale Signatur, die gemäß dem vor kurzem verabschiedeten Signaturgesetz EU-weit als Unterschriftsersatz gilt. Ein "Trust-Center" wird für die Vergabe und Verwaltung der Signaturen verantwortlich sein. Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Einführung einer Chipkarte als Studentenausweis wurden bereits 1997 auf Initiative der Wirtschaftsuniversität und des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung geschaffen.

Digitale Signatur: Sicherheit beim Datentransfer

Basis der elektronischen Verschlüsselung sind zwei Codes, privater und öffentlicher Schlüssel genannt, die vom Trust Center ausgegeben werden. Der private Schlüssel ist auf der Chipkarte abgelegt und nur dem Nutzer bekannt, der öffentliche Schlüssel wird vom Trust Center in einem eigenen Verzeichnis zentral verwaltet. Beim Verfahren der digitalen Signatur wird jedes Dokument vor dem Abschicken mit dem privaten Schlüssel des Senders signiert. Mit dem passenden öffentlichen Schlüssel prüft der Empfänger die Identität des Senders, um so die Authentizität des Dokuments sicherzustellen.

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