Bauer: Pro Jahr rund 300 Millionen S für Hochwasserschutz

Das "Einräumen" hat Methode

St.Pölten (NLK) - "Was früher ausgeräumt wurde, wird jetzt wieder eingeräumt." So beschrieb heute Landesrat Dr. Hannes Bauer den Wandel der Hochwasserschutz-Maßnahmen, der in den siebziger Jahren eingesetzt hat. Heute spielen wieder Pflanzen als Schutz eine große Rolle, besonders zur Uferstabilisation, als Filter und als Begleitwald. In den letzten Jahren habe man auch zu mobilen Hochwasserschutz-Dämmen wie im Raum Krems-Stein gegriffen, wo im August 1991 die Donau rund 80 Millionen Sachschaden verursachte. Auch würde die Abteilung Wasserbau der Gruppe Wasser des Amtes der NÖ Landesregierung zur Kombination zwischen dem Hochwasserschutz und dem Straßenbau greifen, wie nördlich der Donau im Raum Stockerau, Absdorf, Königsbrunn am Wagram, Kirchberg am Wagram und Grafenwörth an der B 3. Dort wurde ein Bauabschnitt gemeinsam mit der Bundesstraßenverwaltung - von Stockerau bis bis zur Höhe von Tulln -abgeschlossen; der zweite und dritte wird erst gebaut. Rund 300 Millionen Schilling pro Jahr würden allein vom Land Niederösterreich für aktive, den Schutz- und Regulierungsbau betreffende Maßnahmen oder für passive Vorrichtungen wie die Einlösung häufig überfluteter Grundstücke und Gebäude zur Verfügung stehen. Auch zu Aussiedungsprojekten wie im Machland würde gegriffen, um die Hochwassergefahr zu minimieren. Anderswo seien, wenn das Talprofil besonders eng sei, geeignete Maßnahmen schwierig, wie im oberen Traisental. Die Maßnahmen zahlen - je nach Fluß-"Qualität" - der Bund, das Land und die Interessenten.

Eine Aufstellung der vordringlichsten Maßnahmen in den letzten zehn Jahren an der Traisen, am Edlabach und am Gschirmbach in Amstetten, in Herrnbaumgarten und in Prottes im Weinviertel, in Krems-Stein, am Nordrand des Tullnerfeldes, bei den Kaiserablässen in Achau und in Wartmannsstetten in der Buckligen Welt zeigt Baukosten von rund 640 Millionen Schilling, die vom Bund, vom Land Niederösterreich und den Interessenten zu tragen sind bzw. waren. "Ein absoluter Schutz ist aber nicht erreichbar", sagte Bauer, "ein Restrisiko bleibt vorhanden". Die Sicherheit der jeweiligen Flußufer sei auch mit Raumordnungsfragen verbunden. Und: Gewisse Zonen seien nicht für andere Zwecke verwendbar, "Wasser benötigt eben auch Fläche".

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