Gesundheitsvorsorge mit Functional Food: - Eine neue Lebensmittel-Generation entsteht - Gesundheitseffekte müssen erwiesen sein

Wien (OTS) - Eine junge Generation von Lebensmitteln wächst heran:
Das Angebot an funktionellen Lebensmitteln (Functional Food), die neben dem Genuß auch der Gesundheitsvorsorge dienen, steigt beständig. Wissenschaftler verlangen allerdings, daß die gesundheitsfördernden Effekte auch nachgewiesen werden, denn in Österreich und der EU hinken die gesetzlichen Bestimmungen noch den aktuellen Erfordernissen des Functional Food hinterher. Auf einer Pressekonferenz anläßlich der Markteinführung des ersten klinisch überprüften Functional Food - Brotes in Österreich erläuterten namhafte Ernährungswissenschaftler Nutzen und Risiken der neuen Lebensmittel. Die Veranstaltung fand in Wien statt und wurde von der deutschen Gesellschaft für funktionsgerechte Ernährung durchgeführt.

Functional Food - ein Beitrag zur Gesundheitsvorsorge

Nach den USA und Japan werden seit einigen Jahren auch in Europa gesundheitsfördernde Lebensmittel hergestellt. Dazu erklärten die Ernährungsexperten, daß ein wesentliches Argument für diese Produkte in der seit langem steigenden Lebenserwartung liegt. Dadurch steigen auch die Alterserkrankungen wie Osteoporose, Grauer Star und vor allem die lebensbedrohenden Herz-/ Kreislauferkrankungen. Hier können funktionelle Lebensmittel einen Vorsorge-Beitrag leisten, denn diese Krankheiten sind weitgehend ernährungsbedingt.

Wachsender Markt in den Industrieländern

Die Marktforscher in den Industrieländern belegen übereinstimmend, daß beim Lebensmittel-Einkauf zunehmend auf zwei Dinge geachtet wird:
auf Genuß und gesunde Ernährung. Sie sagen einen künftigen Marktanteil von etwa 20 % für Functional Food auch für Österreich voraus. Dabei stützen sie sich auf die langjährigen Erfahrungen in den USA und Japan sowie auf Verbraucher-Studien in Deutschland.

Nachholbedarf bei gesetzlichen Rahmenbedingungen

In den USA und Japan ist Definition und Zulassung dieser Lebensmittel bereits seit Jahren geregelt. Dagegen herrscht in Österreich - wie der EU insgesamt - ein Nachholbedarf. Dazu Professor Dr. med. Heinrich Kasper: "Es fehlen die gesetzlichen Normierungen, wann ein Lebensmittel zum Functional Food zählt. Dadurch ist derzeit eine wissenschaftliche Basis der Produkte oder ein Nachweis ihrer Wirkungen nicht immer gewährleistet. Es besteht die Gefahr, daß mit dem Etikett des Functional Food Mißbrauch getrieben wird."

Zuständig ist die Europäische Kommission

Zur derzeitigen Rechtssituation gab Professor Dr. rer. nat. I. Elmadfa Auskunft: "Die Zuständigkeit für den Lebensmittelmarkt liegt bei der Europäischen Kommission, die sich intensiv um eine Klärung bemüht. Die Behandlung des Themas auf der nationalen Ebene wird derzeit sehr zurückhaltend gehandhabt, da auch in Österreich die Diskussion noch nicht abgeschlossen ist."

Gesundheitseffekte müssen wissenschaftlich bewiesen sein

Die Ernährungsexperten erwarten von Functional Food, daß die Effekte erwiesen sind. Wie dieser Nachweis erfolgen kann, erläuterte Dr. med. Christian Karoff: "Es genügt nicht, dem Lebensmittel einen Nährstoff zuzusetzen, dessen gesundheitsförderliche Wirkung bekannt ist. Im Lebensmittel selbst muß der Nachweis geführt werden, weil der Produktionsprozeß die gewünschten Eigenschaften verändern kann. Weiters ist zu prüfen, ob eine ausreichende Menge beim Verzehr aufgenommen wird und ob der Organismus den Nährstoff verarbeiten kann. Schließlich muß das veränderte Lebensmittel gut vertragen werden und es muß nicht zuletzt Wohlgeschmack bieten."

Klinische Untersuchung am Beispiel B1 Brot.

Als Methode zur Nachweisführung hat sich die klinische Studie bewährt. Eine derartige Studie wurde mit B1 - Das Wellnessbrot in der Frankenland-Klinik im deutschen Bad Windsheim durchgeführt. 100 Patienten mit zu hohen Cholesterin-Werten nahmen daran teil. B1 - Das Wellnessbrot enthält Haferspeisekleie, in der sogenannte Beta-Glucane wirken. Außerdem wird dem Brot Inulin zugefügt, welches sich positiv auf die Darmflora auswirkt. Die Ergebnisse der Studie waren eindeutig: Das Brot wirkt nachweislich cholesterinsenkend, fördert eine gesunde Darmflora und unterstützt das Immunsystem.

B1 - Das Wellnessbrot in Österreich

B1 - Das Wellnessbrot ist ab September beim Bäcker erhältlich. Rezeptur und Backvormischung werden von der Stamag Stadlauer Malzfabrik GesmbH österreichweit an die Backbetriebe geliefert. B1 -Das Wellnessbrot erhielt als einziges Functional Food Brot das Prüfzertifikat der Gesellschaft für funktionsgerechte Ernährung. Dieses Zertifikat wird an Lebensmittel vergeben, deren gesundheitsfördernde Wirkung medizinisch-wissenschaftlich nachweisbar ist.

Die GFE

Die GFE Gesellschaft für funktionsgerechte Ernährung e.V. wurde 1994 von Ernährungswissenschaftlern, Medizinern und Fachjournalisten gegründet. Sie betreibt Verbraucheraufklärung und Beratung zu Ernährungsfragen. Als Referenten auf der Pressekonferenz traten auf:
Prof. Dr. med. Heinrich Kasper, Universität Würzburg, Prof. Dr. rer.nat. I. Elmadfa, Direktor des ernährungswissenschaftlichen Instituts der Universität Wien sowie Dr. med. Christian Karoff, Direktor der Frankenland-Klinik, Bad Windsheim.

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