ÖGB verurteilt Todesschwadrone in Kolumbien

Kolumbianische BürgerInnen müssen vor Gewalt geschützt werden

Wien (ÖGB). Gegen den zunehmenden Terror der Todesschwadrone in Kolumbien protestierte der Leitende Sekretär des ÖGB, Bundesrat Karl Drochter, in einem Brief an den kolumbianischen Botschafter in Österreich, Hector Charry Samper. Drochter verurteilte im Besonderen das von Angehörigen der kolumbianischen Sicherheitspolizei verübte Attentat auf den Organisationssekretär der Central Unitaria de Trabajadores de Colombia (CUT), Domingo Tovar Arrieta, am 31. August, sowie den Sprengstoffanschlag gegen das renommierte Menschenrechtsinstitut Instituto Popular de Capacitacion (IPC). "Ohne Zweifel richtet sich der Anschlag gegen die vom IPC für September geplante 'Woche des Friedens' - einen Versuch verschiedener Menschenrechtsorganisationen, die zunehmende politische Gewalttätigkeit in Kolumbien einzudämmen."++++

Drochter protestierte weiters gegen die Verhaftung von 277 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die gegen die unsoziale Wirtschaftspolitik der Regierung in den Streik getreten waren. "Wir teilen die Kritik des UNO-Menschenrechtsbeauftragten an der jüngsten Entwicklung in Kolumbien", so Drochter, "derzufolge es zunehmend zu Aktivitäten rechtsextremer Todesschwadronen kommt, die sich gegen Menschenrechtsorganisationen ebenso richten wie gegen Gewerkschaften und andere Volksorganisationen".

In Übereinstimmung mit den Gewerkschaften in Kolumbien fordert der Österreichische Gewerkschaftsbund von der Regierung des Präsidenten Pastranas entschiedene Maßnahmen, um die kolumbianische Öffentlichkeit vor Gewalt und die kolumbianischen BürgerInnen vor Entführung zu schützen. Durch politische Reformen sowie eine sozial ausgerichtete Wirtschaftspolitik muss dem Terrorismus der Nährboden entzogen werden, forderte Drochter.

ÖGB, 7. September 1999 Nr. 417

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