Greenpeace-Protest gegen Geheimverhandlungen zwischen EU und Slowakei zu Bohunice Entscheidung über das Hochrisiko-AKW steht unmittelbar bevor -

Greenpeace fordert: Österreichische Regierung muß Atom-Notbremse ziehen =

Bratislava/Wien - Greenpeace erwartet, daß die slowakische Regierung die Entscheidung zum Weiterbetrieb des Hochrisiko-AKW Bohunice noch diese Woche fällen wird. In geheimen Absprachen zwischen der EU und der Slowakei ist nach Informationen von Greenpeace ein Konsens über den Weiterbetrieb von Bohunice erzielt worden. Geplantes Schließungsdatum: 2010! "Das ist ein Riesenskandal. Mit einem Weiterbetrieb von Bohunice bis zum Jahr 2010 handelt die slowakische Regierung schlichtweg unverantwortlich. Greenpeace fordert die österreichische Bundesregierung auf, in letzter Sekunde die Atom-Notbremse zu ziehen. Sollte die Slowakei nicht einlenken, muß Österreich beim EU-Gipfel in Helsinki gegen das Aufrücken der Slowakei in die erste Runde der EU-Beitrittskandidaten stimmen", sagte Andreas Havelka, Anti-Atom-Sprecher von Greenpeace Österreich.

Ursprünglich hatte die Slowakei im Gegenzug zur Fertigstellung des AKW Mochovce das Ausschalten von Bohunice im Jahr 2000 versprochen. Dies wurde jedoch durch einen Regierungsbeschluß am 21. April 1999 aufgehoben. Die Slowakei wird nun der EU bis Ende September ein umfassendes Energiekonzept inklusive der Schließungsdaten für ihre AKW vorlegen. In der Agenda 2000 war festgehalten worden, daß Bohunice nicht auf das erforderliche Sicherheitsniveau gebracht werden kann und daher stillzulegen ist. Auch im Beitrittspartnerschaftsabkommen der EU mit der Slowakei war eine Schließung des Hochrisiko-AKW vereinbart worden. "Bohunice stellt nach wie vor ein dramatisches Gefahrenpotential für Gesamteuropa dar. Greenpeace fordert daher, daß das Hochrisiko-AKW Bohunice - wie ursprünglich vereinbart - im Jahr 2000 vom Netz geht", so Havelka weiter.

Von der österreichischen Bundesregierung erwartet sich Greenpeace nun konkrete Taten. Im Anti-Atom-Aktionsplan, der im Juli nach zwei Anti- Atom-Gipfeln verabschiedet worden war, wurde für Bohunice ein umfassender und überzeugender Schließungsplan eingefordert. Für Greenpeace wäre dies im Falle eines Weiterbetriebs des Hochrisiko-AKW bis zum Jahr 2010 keinesfalls gegeben.

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Bettina Tasser,
Pressesprecherin Greenpeace Österreich,
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