Povysil: Wer hat wirklich das Sagen im Spitalswesen?

Mündiger Patient- kompetenter Arzt- verantwortungsvolle Gesundheitspolitik

Wien, 1999-09-07 (fpd)- "Die Aufdeckung der österreichischen Spitalsskandale, u.a. auch in Oberösterreich, und deren mediale Berichterstattung zeigen deutlich offensichtliche Fehler im Gesundheitswesen der Länder und des Bundes auf. Das System an sich gehört in vielen Bereichen radikal restrukturiert", meinte heute die freiheitliche Gesundheitspolitikerin Bundesparteiobmannstellvertreterin Abg. Prim. Dr. Brigitte Povysil zu dem noch "heißen" Thema der Spitäler. ****

"Wichtigster Grundstein für eine erfolgreiche medizinische Behandlung ist die persönliche Beziehung zwischen Arzt und Patient.
Der Arzt als Abteilungschef, der die Verantwortung für den Patienten und seine Kollegen trägt, muß auch die Kompetenz haben sein Team auszusuchen, und seine Abteilung auf den Stand der Technik auszustatten, dies sei derzeit in den Ländern nicht gegeben.
Der Arzt und sein Patient und NICHT praxisferne Verwaltungsorganisationen oder Gesundheitsökonomen müssen das Sagen in unserem Spitals- und Gesundheitssystem haben", meinte Povysil.

"Eine Spitalsreform, die nicht umgesetzt wird, ist nutzlos. Das Krankenanstaltenarbeitszeitgesetz (KA-AZG) wird in ganz Österreich gebrochen, auch kleinere Spitäler sind personell schlecht ausgestattet. Eine Optimierung der kleineren Spitäler wäre denkbar, in dem man diese mit größeren Krankenhäusern affiliert, so daß eine personelle Rotation der dort arbeitenden Ärzte eine kompetente Versorgung für den Patienten garantiert", präsentierte Povysil einen möglichen Lösungsansatz.

Parteipolitische Beeinflussung habe weder in der Personalauswahl noch in der Bestellung von Ärzten etwas zu suchen. Proporzmäßige Aufsplitterung der politischen Verantwortlichkeit gegenüber dem Spitals- und Gesundheitswesen führe zu den verheerenden Vorfällen wie das derzeit medial aufgearbeitete Spitalschaos.

"Verantwortung in der Gesundheitspolitik, deren Gestaltung und Finanzierung sind Bereiche welche in die Hand eines Fachmannes/ Fachfrau und Manager/Managerin gehören und nur so Synergien optimal genutzt werden können", schloß Povysil. (Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40 110 / 5620

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC