MEHR VERKEHRSQUALITÄT FÜR FLORIDSDORF

ÖBB: 470 Mio. ATS Investition in das Infrastrukturprojekt Umbau Bahnhof Jedlersdorf und Zentralstellwerk Floridsdorf

ÖBB AUF HOCHLEISTUNGSNIVEAU
"Mit der Errichtung des Zentralstellwerks Floridsdorf und dem Bahnhofsumbau Jedlersdorf fährt die Bahn im nördlichen Wiener Raum auf Hochleistungsniveau, das heißt noch schneller, noch komfortabler, noch sicherer", kommentiert ÖBB-Generaldirektor Stellvertreter DI Helmut Hainitz das neueste Infrastrukturprojekt der Bundeshauptstadt. Künftig werden täglich die Fahrten von 660 Personen- und Güterzügen durch das neue Zentralstellwerk Floridsdorf elektronisch koordiniert. Und die Modernisierung des Bahnhofs Jedlersdorf soll noch mehr Verkehrsteil-nehmerInnen zu Bahnreisenden machen.

PROJEKT: NEUBAU ZENTRALSTELLWERK FLORIDSDORF
In der ersten Ausbaustufe erfolgt der Bau des Zentralstellwerks Floridsdorf. Vom neuen Zentral-stellwerk werden 157 Weichen, 88 Haupt- und 112 Vor- bzw. Verschubsignale überwacht und täglich 660 Zugfahrten gesteuert. Der Neubau des elektronischen "Masterminds" umfaßt eine Fläche von 515 m2 und ist - die Architektur betreffend -Industriedesign pur.

HIGH-TECH
Die elektronischen Stellwerke zählen zur revolutionärsten technischen Neuerung der Eisen-bahnsicherungs- und Signaltechnik der letzten Jahrzehnte. An die Stelle einer mechanischen Anlage in Jedlersdorf, die aus dem Jahre 1917 stammt, und des elektrischen Drucktasten-stellwerks im Bahnhof Floridsdorf (aus dem Jahre 1962) treten künftig Mikroprozessoren. Seit dem Ende der Achtziger Jahre setzen auch die ÖBB erfolgreich auf diese neue Technologie. Mit gutem Grund, denn die Leistungen der elektronischen Zentralstellwerke sind auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein absoluter Gewinn.
Das elektronische Zentralstellwerk Floridsdorf
ermöglicht die Verdichtung der Zugintervalle
steigert den Pünktlichkeitsgrad im Reise- und Güterzugverkehr trägt zur wirtschaftlicheren Betriebsführung bei, weil künftig der Fahrbetrieb entlang mehr-erer Bahnhöfe zentral und elektronisch gesteuert wird
ist die Vorstufe für eine Betriebsführungszentrale auf der Strecke nach Retz; Künftig werden alle Bahnhöfe zwischen Floridsdorf und Hollabrunn von dieser Betriebsführungszentrale gesteuert.

Schon ab 2002 regelt das elektronische Stellwerk den Bahnbetrieb auf der Floridsdorfer Hoch-bahn, und im Bahnhof Jedlersdorf. Während der technischen Umrüstung auf das elektronische Zentralstellwerk Floridsdorf kommt es im Bahnbetrieb zu keinerlei Verspätungen oder Einschränkungen des Bahnbetriebes.

BAHNHOFSUMBAU JEDLERSDORF
In der zweiten Ausbaustufe wird der Bahnhof Jedlersdorf modernisiert. Der Bau des Zentralstellwerks Floridsdorf ist eine Voraussetzung für den Bahnhofsumbau. Dieser erfolgt bei laufendem Betrieb und erfordert eine enorme Koordinationsleistung, die durch das elektronische Wunderwerk ab 2002 erleichtert werden soll.
Wie wichtig der Infrastrukturausbau entlang der Nordwestbahn auch für die Zukunft dieser Region ist, zeigt sich allein an der Tatsache, daß Jedlersdorf zu den wachsenden Wirtschafts- und Siedlungsgebieten "Transdanubiens" zählt. Bereits gegenwärtig leben rund 3 000 Men-schen im Einzugsgebiet von Jedlersdorf.

NEUE HALTESTELLE ALS JAHRHUNDERTBAUWERK
Der neue, zu den Kunden verlegte Bahnhof Jedlersdorf bringt der Bevölkerung einen zentral gelegenen und attraktiven Zugang zur Nordwestbahn mit dem S-Bahnverkehr. Zudem wird der Zugang Karl-Gramm-Gasse zum neuen Bahnhof durch eine hundert Jahre alte Eisenkonstruktion architektonisch "veredelt". Konkret soll die hundertjährige Mittelunterstützung der Brücke über die Koloniestraße, die unter Denkmalschutz gestellt ist, in das Flugdach beim Zugang Karl-Gramm-Gasse integriert werden.
Im Rahmen des Bahnhofsumbaus Jedlersdorf wird die Brücke über die Koloniestraße erneuert und auf den neuesten Stand gebracht. Ein modernes Tragwerk verringert den Körper- und Luftschall für die AnrainerInnen.

DER BAHNHOFSUMBAU JEDLERSDORF
erhöht die Streckenhöchstgeschwindigkeit auf der Nordwestbahn in diesem Bereich von derzeit 100 km/h auf 120 km/h
bringt dem Bahnreisenden mehr Komfort, weil ein moderner Inselbahnsteig mit kunden-freundlichen Bahnzugängen errichtet wird steigert die Lebensqualität der AnrainerInnen, weil der Brückenneubau über die Koloniestraße und die Adaptierung der Winkeläckerstraße den Körper- und Luftschall erheb-lich reduzieren
gewährleistet den Menschen eine optimale Erreichbarkeit, weil die Haltestelle Jedlersdorf zur Koloniestraße verlegt und näher an das öffentliche Verkehrsnetz der Stadt Wien ange-bunden wird
ist ein Beitrag zur Wiener Architekturgeschichte, weil die vier Meter hohe und hundert Jahre alte Brückenunterstützung im Bahnsteigbereich des neuen Bahnhofs baulich integriert wird

DATEN UND FAKTEN
Umbau Bahnhof Jedlersdorf und Zentralstellwerk Floridsdorf
Bauzeit: September 1999 bis Dezember 2003
Baukosten: rund 470 Millionen Schilling

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