Österreichs Ingenieurkonsulenten fordern von der Regierungspolitik: "Mehr Qualität in der österreichischen Planungskultur!"

Wien (OTS) - Zivilingenieure und Ingenieurkonsulenten fordern eine verbesserte zukunftssichernde Qualität in der österreichischen Planungskultur. "Ingenieurkonsulenten mit aufrechter Befugnis sind selbständige Unternehmer und als solche unabhängig, verantwortungsvoll und innovativ," so der Präsident der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Wien, Niederösterreich und Burgenland, Dipl.- Ing. Frederick Cate, "Österreichische Ingenieurleistungen sind international gefragt und erfolgreich. In Österreich jedoch sehen sich Ingenieure zunehmend der Preiskonkurrenz von staatlich subventionierten Institutionen ausgesetzt." Deren Dienstleistungskosten entsprechen nicht der Kostenwahrheit am freien Markt "Hier orten wir im österreichischen System eine Grauzone, die dem Berufsstand der Ingenieurkonsulenten schadet und uns langsam das Wasser abgräbt," so Cate an die Adresse der öffentlichen Auftraggeber.

Rechtzeitig planen - Katastrophen vermeiden
Als konkrete Schwachstelle bezeichnet Dipl.- Ing. Kugler, Sektionsvorsitzender der Ingenieurkonsulenten für Wien, NÖ und Burgenland, die mangelnde Planungskultur in Österreich: "Staatlich beeidete Ingenieurkonsulenten könnten vieles voraussehen und rechtzeitig stoppen", erklärt Kugler und bringt das Problem auf den Punkt: "Mit der rechtzeitigen planerischen Einbindung von Ingenieurkonsulenten könnte so manche Hangrutschung oder Hochwasserkatastrophe, aber auch Verkehrsinfarkte und vor allem viele Bauschäden vermieden werden." Eine Beauftragung findet jedoch zumeist erst dann statt, wenn es bereits zu spät ist - und wenn die Reparaturkosten die einer Planung bei weitem übersteigen.

Junge Ingenieurkonsulenten Österreichs: Existenzgründung schwierig

Heute gibt es in Österreich mehr als 2800 Ingenieurkonsuleten, davon haben über 1800 ihre Befugnis aufrecht gemeldet und sind somit unter dem offiziellen Qualitätssiegel des Bundeswappens selbständig tätig. Doch die Existenzgründung erweist sich zunehmend als schwierig. Jährlich schließen Tausende jungen Menschen ein naturwissenschaftlich-technisches Studium ab, doch in den Jahren 1996 bis 1998 haben österreichweit nicht mehr als 273 junge Ingenieurkonsulenten die Ziviltechnikerprüfung und den dazugehörigen Eid abgelegt, davon sind derzeit 191 Ingenieurkonsulenten mit aufrechter Befugnis tätig. "Der Grund warum nicht mehr junge Menschen mit technisch-naturwissenschaftlicher Ausbildung den freien Beruf und damit den Schritt in die Selbständigkeit wagen, liegt sicher auch in den Schwierigkeiten und Unsicherheiten, die in Österreich nach wie vor jeden Jungunternehmer bei der Existenzgründung erwarten.", so Dipl. Ing. Dr. Gerda Senkyr, Vorstandsmitglied der Ingenieurkonsulenten.

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