BMAGS: 35.000 Beschäftigte mehr - 19.000 Arbeitslose weniger-

Lehrlingssituation verbessert, Arbeitslosigkeit um 9,4 Prozent gesunken

Wien, 7. September 1999 (BMAGS).- "Die
Beschäftigungsentwicklung verläuft weiterhin äusserst positiv, und auch die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen ist in allen Bundesländern und in allen Branchen weiter gesunken," stellte Sozialministerin Lore Hostasch heute fest und machte für diese erfreuliche Entwicklung sowohl den kontinuierlichen Zuwachs von Arbeitsplätzen als auch den verstärkten Einsatz arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen verantwortlich.****

Rund 35.000 Beschäftigte mehr

Ende August 1999 lag die Zahl der unselbständig beschäftigten Personen (ohne geringfügige Beschäftigungen) bei 3.196.199. Im Vorjahresvergleich bedeutet das einen Zuwachs von 34.922 oder 1,1 Prozent. Von diesem Anstieg konnten erfreulicherweise die Frauen
mit einem Anstieg um 24.415 Beschäftigte ( 1,8 Prozent)auf 1.382.427 überproportional profitieren. ( Männer: +10.507 oder 0,56 Prozent auf insgesamt 1.813.475 Beschäftigte)

Arbeitslosigkeit um 9,4 Prozent gesunken

Österreichweit ist im August die Zahl der arbeitslos
vorgemerkten Personen im Vorjahresvergleich um 18.683 Personen
(-9,4 Prozent) auf 180.243 gesunken. Die Zahl der arbeitslosen Männer betrug Ende August 87.412 und sank um 10.210 (10,5 Prozent) gegenüber August 98. Die Frauenarbeitslosigkeit betrug 92.831 und reduzierte sich um 8.473 bzw. 8,4 Prozent.

Das Absinken der Arbeitslosigkeit zieht sich quer durch alle Bundesländer, durch Produktions- Dienstleistungs- sowie Saisonberufe und auch durch alle Altersgruppen: Unter 25 Jährige:
-4.530 (14.8 Prozent); 25 bis 49 Jährige: -13.882 (11,3 Prozent); über 50 Jährige: -271 (0,6 Prozent).

Einstellzusagen für 12 Prozent aller Arbeitsuchenden

Von den insgesamt 180.243 Ende August arbeitslos gemeldeten
Personen hatten 21.460 eine Einstellzusage. Das heisst, rund 12 Prozent aller registrierten Arbeitsuchenden hatten bereits eine verläßliche Zusicherung zum (Wieder-) Eintritt in ein Beschäftigungsverhältnis.

Qualifizierung als Chance für Frauen

Im August 1999 befanden sich insgesamt 26.490 Arbeitsuchende
(13.171 Männer und 13.319 Frauen) in einer Qualifizierungs- oder Vermittlungsmaßnahme. Das sind um 10.207 mehr als im August des Vorjahres, wobei bei diesem Zuwachs Frauen mit 5.472
Teilnehmerinnen an diesem Zuwachs wesentlich stärkeren Anteil hatten als Männer (4.735).

Um 31 Prozent mehr offene Stellen

Ende August 1999 waren bei den regionalen Geschäftsstellen des Arbeitsmarktservice 33.839 offene Stellen gemeldet. Im Vorjahresvergleich waren dies um 8.007 oder 31 Prozent mehr, was
die Verbesserung der Gesamtheit der Arbeitsmarktsituation unterstreicht.

Gute Entwicklung des Lehrstellenmarktes

Logischerweise zeigt die Vermittlungstätigkeit am
Lehrstellenmarkt in den Monaten Juli, August und September überdurchschnittliche Dynamik. So wurden im Laufe des August 8.930 Lehrstellensuchende vermittelt, was zu einem Rückgang der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden auf 6.746 (3.018 Burschen und 3.728 Mädchen)führte. Das sind um 1.974 weniger als im Vormonat und sogar um 2.126 (24 Prozent)weniger als im August 98.

Für einen späteren Lehrstellenantritt waren Ende August 3.018 Jugendliche vorgemerkt. Allerdings sind in dieser Zahl auch die TeilnehmerInnen an den Stiftungen und Lehrgängen des Auffangnetzes gemäß Jugendausbildungsicherungsgesetz enthalten. Im Stiftungs- und Lehrgangsjahrgang 1998/99 sind derzeit noch 2.455 Jugendliche (Stand: 1. September 1999), von denen 350 bereits über eine fixe Einstellzusage verfügen. Das Netz des Jahrganges 1999/2000 wird im November aktiviert.

"Dem gegenüber standen 2.865 offene Lehrstellen zur sofortigen Besetzung, um 144 mehr als im Vorjahr. Weiters waren 2.431 offene Lehrstellen für einen späteren Lehrstellenantritt verfügbar. Dieses Gesamtbild zeigt, dass wir die Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt immer realistisch eingeschätzt haben und heuer mit einer Kapazität von 4.000 Plätzen im Auffangnetz jedenfalls das Auslangen finden werden. Die Zusage, allen ausbildungswilligen Jugendlichen ein Angebot bereitzustellen, ist damit auch heuer wieder absolut gesichert", erläuterte Lore Hostasch.

Die Arbeitsmarktsituation im Europäischen Vergleich

Im Juni 1999 (letztverfügbare Daten) lag Österreich mit einer vergleichbaren Arbeitslosenquote - basierend auf den Definitionen der ILO und der Berechnungsmethode von Eurostat - von 4,3 Prozent äusserst günstig.

Der europäische Durchschnitt war im Juni 1999 mit 9,4 Prozent
mehr als doppelt so hoch. Der regionale Problemdruck der Arbeitslosigkeit war innerhalb der 15er-Gemeinschaft zuletzt in Spanien (16,1 Prozent), Italien (12,0 Prozent), Frankreich (11,1 Prozent) und in Finnland (10 Prozent) am stärksten.

Mit einer Jugendarbeitslosenquote der unter 25-jährigen von
5,7 Prozent lag Österreich im Juni 1999 im weltweiten Vergleich der Industriestaaten an bester Position. Im EU-Durchschnitt war der Problemdruck für Jugendliche mehr als dreimal so hoch (18,1 Prozent).

(schluss)

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