Kautz: Prinzhorn ist freiheitliche Mogelpackung für die Arbeitnehmer

ÖVP/FPÖ-Regierungsmannschaft mit Prinzhorn bereits perfekt

St. Pölten, (SPI) - "Der freiheitliche Spitzenkandidat für die Nationalratswahlen am 3. Oktober, der Milliardär Thomas Prinzhorn, stellt sich bei näherer Betrachtung als "freiheitliche Mogelpackung" für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer heraus. Prinzhorn, der sein Privatvermögen, geschätzte 4 Milliarden Schilling, erst vor wenig mehr als einem Jahr in eine Privatstiftung eingebracht hat, um dem Staat weniger Steuern zur Finanzierung des Sozialsystems abzuliefern, ist wohl an Arbeitnehmerinteressen genau so wenig interessiert wie Jörg Haider an der kommunistischen Revolution", kommentiert der Neunkirchner SP-Landtagsabgeordnete Herbert Kautz die Nominierung Prinzhorns.****

Prinzhorn macht mehr als die Hälfte seines Unternehmensumsatzes in Osteuropa und ist sehr interessiert an einer raschen Osterweiterung zu Lasten heimischer Arbeitnehmer. Während die meisten Unternehmen der Papierbranche die 36-Stunden-Woche freiwillig einführten, wehrten sich Prinzhorn und seine Unternehmen bis zuletzt. Während Prinzhorn Hunderte Millionen in Ungarn und Jugoslawien investiert, schraubt er Investitionen in Österreich zurück und fordert für österreichische Projekte Hunderte Millionen Schilling Förderungen aus dem Steuertopf.

Auf die Kritik der Gewerkschaft "Wer heute 1000 Leute rauswirft, wird Multimillionär", antwortet Prinzhorn mit der Phrase: "Herr Sallmutter soll sich in der Wirtschaft einen Job suchen und dann weiterreden. Wenn er solche Dinge noch ein paar Mal sagt, werden noch mehr Multis aus Österreich verschwinden." Vor dem Einstieg Prinzhorns in ein Unternehmen waren dort 1000 Beschäftigte tätig, nach seinem Engagement sind es nur mehr 340. Wenn er Konflikte mit staatlichen Stellen hat, dann sperrt er gleich ganze Werke zu und die Menschen stehen auf der Straße. Als FP-Wirtschaftssprecher trat er für die lebenslange Durchrechnung bei der Pensionsbemessung, die Abschaffung von Feiertagen, eine Kürzung des Urlaubs und die Einführung von unbezahlten Krankenständen ein.

"Dieses und einiges mehr sind die Vorstellungen eines Spitzenkandidaten der angetreten ist, Jörg Haider zum Bundeskanzler zu machen und die radikale Wende in Österreich einzuleiten. Wer die Vorteile dieser Wende, sollte sie gelingen, für sich an Land ziehen wird, ist wohl jedem klar. Das Stiftungsvermögen Prinzhorns wird vielleicht auf 10 Milliarden Schilling anschwellen und er wird sich mit seinem ebenso selbständigen Unternehmer und Parteichef Jörg Haider Gedanken für die Zukunft machen. Zukunft für einige wenige in der FPÖ, Entrechtung, Sozialabbau, geringere Entlohnung und weniger Chancen für die große Mehrheit der Menschen. Wer so etwas will, braucht nur der FPÖ das Vertrauen schenken", so Abg. Kautz abschließend.
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