Bisher keine Auslösung der Ozon-Vorwarnstufe

Heuer überall geringere Werte festgestellt

St.Pölten (NLK) - Zwar ist die Ozon-Saison - 1. April bis 30. September - noch nicht vorüber. Aber doch mit dem Ende des Hochsommers die Hauptsaison. Und die bisherige Bilanz zeigt: Heuer wurde die Ozon-Vorwarnstufe nicht ausgelöst. Diese wird bekanntlich ausgerufen, wenn an zumindest zwei Meßstellen eines Ozon-Überwachungsgebietes der Grenzwert von 0,200 Milligramm Ozon/Kubikmeter Luft als Dreistundenmittelwert überschritten wird. Dieser Wert wurde erfreulicherweise nur einmal - am 20. Juli in Gänserndorf mit 0,214 Milligramm - überschritten. Dabei wurde aber an allen anderen Meßstellen keine Überschreitung beobachtet, sodaß der Ruf nach der Vorwarnstufe ausblieb. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden an neun Meßstellen und sowohl im Juli als auch im August zum Teil erhebliche Überschreitungen des Grenzwertes der Ozon-Vorwarnstufe registriert.

Der Mittelwert der Ozonbelastung über die Sommermonate Juni bis August war heuer an allen Stationen um einige Prozente niedriger als im Vorjahr und auch im verregneten Sommer 1997. Vor allem der August 1999 trug dazu bei. Aber auch die heurigen Juniwerte waren an vielen Meßstellen geringer als in den Vorjahren. Noch deutlicher als beim Mittelwert fallen die geringeren Maxima der Ozonbelastung auf. So betrug beispielsweise der Maximalwert in Klosterneuburg im Vorjahr 0,255 Milligramm Ozon/Kubikmeter Luft, heuer 0,183 Milligramm Ozon/Kubikmeter Luft. Für das Weinviertel ist die Station Mistelbach repräsentativ, die heuer einen Maximalwert von 0,153 Milligramm Ozon/Kubikmeter Luft hervorbrachte. Im vorigen Jahr waren es noch 0,243 Milligramm Ozon/Kubikmeter Luft.

Die geringe Ozonbelastung während des heurigen Jahres ist aber nicht auf eine Verbesserung der Umweltsituation und auf die Verringerung der Vorläufersubstanzen für das Ozon zurückzuführen, sondern auf die Witterung dieses Sommers. Besondere Luftströmungen und das eher feuchte und kühle Sommerwetter verhinderten den Aufbau größerer Ozonepisoden. Nächstes Jahr kann die Ozonbelastung wieder deutlich höher sein, wenn das Wetter mit Hochdrucklagen aufwartet.

Das niederösterreichische Netz hat auch heuer wieder 29 über das Landesgebiet verteilte Luftgütemeßstellen, wo die Ozonbelastung rund um die Uhr und vollautomatisch erfaßt und in kurzfristigen Abständen an die Zentrale übermittelt wird. Damit war eine Überwachung und die Möglichkeit zum Alarm rund um die Uhr gewährleistet.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2312Niederösterreichische Landesregierung

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK