Schweitzer: Kritik an flexibler Schuleingangsphase

Diskriminierung der ländlichen Volksschulen bei Englischunterricht befürchtet

Wien, 1999-09-06 (fpd) - Anläßlich des heutigen Schulbeginns in den östlichen Bundesländern übte der freiheitliche Bildungssprecher Mag. Karl Schweitzer Kritik am Englischunterricht ab der ersten Klasse Volksschule und an der flexiblen Schuleingangsphase. ****

Prinzipiell begrüßte Schweitzer den in der Volksschule beginnenden Englischunterricht zwar, warnte aber gleichzeitig vor einer Diskriminierung der niedrig organisierten Volksschulen im ländlichen Bereich, die hier deutliche Nachteile gegenüber den höher organisierten Schulen in den Städten hätten. So unterrichte am Land noch oftmals ein Lehrer zwei bis vier Schulstufen im gleichen Raum. Zudem äußerte Schweitzer Zweifel an der Vorbereitung der Lehrer auf diese neue Aufgabe, denn aufgrund der Nachlässigkeit des Unterrichtsministeriums sei eine solche Vorbereitung mangelhaft bis überhaupt nicht erfolgt.

Kritik übte Schweitzer auch an der flexiblen Schuleingangsphase, die er als nicht durchdacht bezeichnete. In Wahrheit müßte man, um dieses Modell sinnvoll umzusetzen, die Schulstufen in der Volksschule abschaffen, was in der Praxis aber keine Schule machen werde. Der Regierung gehe es nur darum, daß weniger Begabte ihre Pflichtschulzeit innerhalb von acht Schulstufen absolvierten, um sie von den ersten Klassen der höherbildenden Schulen fernzuhalten.

Hinsichtlich des Lehrerüberschusses in vielen Schulen forderte Schweitzer, daß man diese Lehrer für Nachmittagsbetreuung, Förderunterricht etc. heranziehen solle, anstatt sie tatenlos im Lehrerzimmer herumsitzen zu lassen. Es gebe genügend Beschäftigungen innerhalb der Schule. (Schluß)

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