AK Tumpel: "Schule soll fördern statt auslesen"

Automatisches Aufsteigen mit Nichtgenügend plus Förderunterricht hilft SchülerInnen und Eltern, zeigt schwedisches Modell

Wien (OTS) - Automatisches Aufsteigen mit einem Nichtgenügend -
und im Folgejahr speziellen Förderunterricht in der Schule, der für die Eltern kostenlos ist: Das forderte heute, Montag, AK Präsident Herbert Tumpel. Er kritisiert, dass in Österreich Jahr für Jahr rund 30.000 SchülerInnen zum "Nachzipf" antreten müssen, obwohl viele von ihnen in 12 von 13 Fächern positive Noten haben - und fordert eine Neuregelung nach dem schwedischen Modell. Dort dürfen die SchülerInnen automatisch aufsteigen und haben ein Recht auf Förderung durch die Schule: "Das wünschen auch die Eltern", sagt Tumpel. "Für private Nachhilfe müssen sie pro Jahr fast 2 Milliarden Schilling ausgeben. Wir müssen ihnen helfen, dass Beruf und Familie kein Widerspruch sind. Die Kinder sollen ohne Angst lernen können." ****

Rund 30.000 SchülerInnen müssen Jahr für Jahr zum "Nachzipf" antreten - rund 15.000 von ihnen werden danach zu einer "Ehrenrunde" verdonnert, obwohl viele von ihnen in 12 von 13 Fächern positive Noten haben. "Wir müssen den Schülerinnen und Schülern den Aufstieg erleichtern", verlangt AK Präsident Herbert Tumpel. "Wer in 12 von 13 Fächern eine positive Leistung erbracht hat, dem ist mit automatischem Aufsteigen und Förderunterricht im Folgejahr oft mehr geholfen, als mit dem Wiederholen einer Klasse." Das zeige das schwedische Modell: Wie in vielen anderen EU-Ländern auch, gibt es dort kein Sitzenbleiben. Dafür haben die SchülerInnen bis 15 ein Recht auf Förderunterricht im Folgejahr. Wenn sie in einem Fach schlecht sind, können sie im Folgejahr einen Fünfer bei einer freiwilligen Prüfung "ausbessern" - und bei internationalen Vergleichstests schneiden die schwedischen SchülerInnen in der Mittelstufe genau so gut ab wie die österreichischen. In der Oberstufe sind sie sogar besser.

Für Österreich fordert AK Präsident Herbert Tumpel: - SchülerInnen sollen automatisch aufsteigen können, wenn sie in zum Beispiel 12 von 13 Fächern positive Noten haben. - Im Folgejahr sollen die Schulen Förderunterricht anbieten, der für die Eltern kostenlos ist - auch durch "Schüler helfen Schülern"-Angebote. - Das Frühwarnsystem, bei dem Lehrer zum Semester über mögliches schlechtes Abschneiden informieren, soll verpflichtend werden. Es muss dafür klare Fristen geben - und genaue Richtlinien für individielle Förderpläne.

"Die Schule soll fördern statt auslesen", sagt der AK Präsident. Er kritisiert, dass die Eltern für private Nachhilfe jährlich fast 2 Milliarden Schilling ausgeben müssen: "Wir müssen den Eltern auch in der Schule helfen, dass Beruf und Familie kein Widerspruch sind. Die Kinder sollen ohne Angst lernen können."

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